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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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(Ergänzungen) Hon Loe

starb. Der Vater des Leztercn nahm, als Wodemont und Neuf-Chatcau in seinen Bcsiz kamen, den Namen und das Wappenderselben an, welches lcztere g. Lilien in r. Felde hat.

Zu Hönsbröch, Hoen zu dem Broch, führen in einem mehrmalvon S. u. R. quergestreiften Felde einen schw. gekrönten Löwen, derauf dem Helme wachsend wiederholt ist, und stammen aus demFalkcnburg'schen, wo ihr Stammschloß Bröch, jezt Höns-bröch, unweit Sittard liegt. 1288 kämpfte Hermann Hoen inder Schlacht von Moringen. Sein Urenkel Hermann Hoen,Ritter und Schultheis von Mastricht, baute 1360 das schöneSchloß Bröch und erhielt 1388 von Johanna, Herzogin vonBrabant, für treu geleistete Dienste das Dorf Bröch zu Lehn.Die Söhne von Gotthard v. H. stifteten 1585 drei mächtige Linien:Hermann die zu Ostham, Wolter die zu Geul und Ulrich diezu Hönsbröch. Die ostham er Linie vereinigte sich bereits1652 wieder mit der zu H. Die gculer Linie wurde unterWoltcr's Sohn Konrad Ulrich 1660 in den Grafenstand erhoben,theilte sich unter dessen Söhne in die gculer Haupt- und öfterNebenlinie, von welch lczterer der lezte Fürstbischof von Lüttich,Cäsar Konstantin Franz Graf v. H.-Oest der Lezte war, wäh-rend die Hauptlinic mit Maria Bernardine Gräfin v. H. - Geul,Gemahlin von Franz Xaver Grafen v. Hohenzollern-Hechiugen,1793 ausstarb. Die noch in den Rh ein landen blühende Liniezu H. erhielt unter ihrem Stifter daS Erbmarschallamt des Herzog-thums Geldern und daS Schloß Haag bei Geldern, währendseine Söhne Kaspar Ulrich, Adrian, Daniel und Konrad am12. Febr. 1635 von K. Ferdinand II. in den Reichsfreiberrnstanderhoben wurden. Adrian's Sohn Arnold Adrian zeichnete sich alsaußerordentlicher Gesandter Spaniens mehrfach aus und wurde1675 von Karl II. König von Spanien in den Marquisenstanderhoben. Er und seine Nachkommen besaßen als Jurisdiktions-Herrcn das Amt Geldern. Wilhelm Adrian, des Vorigen Sohn,erhielt am 1. Sept. 1733 von K. Karl VI. die R. Grafcnwürde.Sein Sohn Franz Arnold Adrian erfreute sich eines besonderen Ehe-Segens, indem ihm seine Gemahlin Sofia Gräfin v. Schönborn 24Kinder schenkte, wovon Phil. Damian Bischof von Ruremondc warund Franz Lothar 1762 Sofie Charlotte Gräfin von der Leyenu. Hohengcrollseck heurathetc. Die Enkel des Lczteren finddie noch lebenden: Franz Egon Rcichsgraf v. u. zu H., Erbmar-schall des Herzogthums Geldern, Malthcserritter, k. prcuß.Kammcrherr, auf Schloß Haag wohnend, und Karl Reichsgrafv. u. zu H., Malthcserritter, auf Schloß Türnich wohnend.

sO. S. AnnaleS de l'acadcmie de Bclgiquc Vit. 3. Rodens,der ritterbürtige laudstttnd. Adel des Großh. Niederrhein II. 337.Fahne, Gesch. der v. Bocholtz I. 2. Niederrh.wesifäl. Kreiskal. f. t792.)

s- Härtlingen (Wappen Horningen in Jngerum), Herrlingen(Oberherrlingen, O.A. Blaubcuren, auch Hörlingen, früher stetsHörningen). Gerwig v. H., Ritter, und sein Vetter Ulrich v. H.stiften 1339 die dortige Kaplan»; eodem anno verkauft Otto v. H. !5 Jauchert Acker zu Jungingen an die Frühmcß zu H. An ebendiesen Otto verkauft 1362 Berthold v. H. sein Neichslehcn H. für225 Pfd.; cod. anno verträgt sich Thomas v. H. mit Johannv. Stein wegen eines Gutes zu Bermaringen und in einerUrkunde von 1336 kommen aus Veranlassung der Stiftung derKaplan» Bermaringen 6 Ritter v. H. vor. Noch 1517 verkaufenClaus u. Hanns v. H. 2 Lehen an den deutschen Orden. DurchErbschaft kam Herrlingen an die v. Vach.sMemminger, O.A. Blaubeuren 163. 164.)

«an der Höre», niederländisch. Gisbert v. d. H. siegelte1457 mit drei Rosen.

s Hoinghin v. Dctgcichuscn, Ritter. Ncinard H. v. B. besiegelt1362 ein Gelöbniß des Philipp v. Helpenstein. Er hat imobern Felde des quergctheilten Schildes vier Bäume (?).

(Arch. Notizen.)

Zu Hllöne. Der König von Preußen hat auf Grund desvor gelegten Attestates in Betreff der Anerkennung des Barons-Titels für diese Familie durch den Kaiser von Rußland (Utasd.d. 3. April 1862) auch für Preußen die Berechtigung zurFührung des frhrl. Prädikates anerkannt.

(Erlaß des Hcroldsamtcs d.d. 22. Aug. 1863.)

Mittle, eine Kay er. Familie des 17. Jahrhunderts, führte denSchild gethcilt, oben das Jerusalemkreuz, unten ein Löwe miteinem Fluß überzogen. sO. S.)

Zu Ziunini v. Ktmicgg. 1. Nikolaus und Thomas I. NachAusweis der Adelsmatrikel von 1704 bereits unter Kaiser Mar I.(14931519) geadelt. 2. Florianus I-, von Ferdinand II. 16191637 ebenfalls in den Adelstand erhoben. 3. Damianns I.am 26. Okt. 1642 Domprobst in Passan. Dessen muthmaßlicherBruder Rochus I. hatte zwei Söhne, Jakobus u. Antonius, welchedie Stammväter zweier Linien wurden, und zwar Jakobus deritalieu. Linie, die sich später mit dem Prädikate I. v. Stern-feld kennzeichnet, Antonius dagegen der deutschen oder inns-brucker Linie, die mit dem Prädikate v. Sterncgg dem ReichS-Adel einverleibt wurde. Der Enkel des genannten Antonius, Jo-hann Anton, wurde durch Kaiser Leopold (1704) in den erblichenAdclstand des Reiches aufgenommen. Von ihm in direkter Linieabstammend: Dionis Joachim, vermählt mit M. A. Stremer;deren Sohn: Josef Maria Florian, vermählt mit Maria JosefaMoor v. Sunnegg u. Morberg; deren Sohn: Dr. JohannPaul, vermählt mit Anna v. Eiberg er; deren Sohn: JohannNcpomuk, vermählt 1. mit Emilie Aschenbricr, 2) mit FannyFreiin v. Stengel; deren Sohn: Karl Theodor. NachkommendesJakobus: Dessen Söhne Remedins, Antonius, Johann Baptista,Nikolaus u. Joh. Baptista I. Joh. v. I., Präsident des Justiz-Tribunals in Verona, s 1858. Die Lezten dieser Linie lebenunscrS Wissens in Tricnt.

Aie. Dieses bedeutende, ursprünglich westfälische, späterder cl cve'scheu Ritterschaft angehörige Geschlecht, führt in Weißeinen schw-Kessclhaken, aus dem Helm sechs abwechselnd weiße undschwarze Straußfedern, ans je zwei den Kcsselhakcn wiederholt.Die von v. Steinen, westfäl. Gesch. III. 169, gegebene Stamm-Tafel fängt mit Kramp v. Loe 1130 an- Joh. v- L., welcherden Herzog Johann von Clcve zum hl. Grabe begleitete, erwarb1461 für seinen Sohn Wessel das noch der Familie angehörigeSchloß Wissen im Clcve'schen. Von den Söhnen des 1808 vonNapoleon I. in den Grafenstand erhobenen Gerhard Assuer EdmundFrhrn. v. L- begründete Friedrich die Linie zu Wissen; Franzdie Linie zu Mheer u. Jmstenrath; Marimilian die Linie zuAllner und Klemens die Linie zu Conradsheim u. Wissenan der Sieg. 1629 wurde die Familie in den Neichsfreihcrrnstanderhoben, so. Steinen a. a. O. - Fahne I. 256. - Hdschriftl. Not.)