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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Hols -

Holt

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Holsche. Der geh. Justizrath A. C. H. ist am 6. Juli 1798bei der Huldigung in den preuß. Adelstand erhoben worden,sv. Zedlitz. v- Ledebur I. 370. v. H .l

Holsmay, ungarisch. Emerich v. H. stand 1857 als Haupt-mann im 12. k. k. Inf. Regiment.

st Holste. (Gevicrtet: 1. u. 4. ein wilder Mann, 2. u. 3. einLöwe; Herzschild eine Leier.) Felir Ludwig H.-Mylius, Sohneines Diakons zu Nürnberg u. adoptirt vom fürstlich schwarz-burg'schen Hofrathe Mylius in SondersHausen, wurde vonSchwarzburg geadelt am 27. März 1819; starb ohne männ-liche Erben. sO. S.)

1. Holstein. Des Herzogs Friedrich v. Holstein, Erzbischofs zuBremen, uneheliche Kinder, Friedrich und Kristina, welche ermit einem unadlichen Frauenzimmer erzeugte, wurden am 39. Aug.1621 von Kaiser Ferdinand II. legitimirt und erlangten unterm7. September desselben Jahres den Ncichsadelstand. sN. T. A. R.)Woldemar Kristian v. Holstein wurde im Jahre 1639 in denGrafcnstand erhoben. (Lex. o- a. f. i. D. I. H. 3. S. 247. Wappenebend- Tab. XI.Il. n. ILO. v. Hefner, mecklcnb. Adel S- l l. T. 8.)Gespalten, vorn in S. anderthalb rothe Rosen, hinten in R. einsilb. Flügel. (Hier scheint ein Jrrthum obzuwalten; dieß Wappenmöchte nicht hierher gehören. Vergl. H. v. Holsten.)

2. Holstein ». Holsten, eine ursprünglich Mecklenburg. Fa-milie, welche Holsten hieß, sich unter König Kristian V. nachDänemark wendete und daselbst anfing, sich Holstein anstattHolsten zu nennen. Sie erwarb viele Güter und thcilte sich indie fürstenberg'sche, möllenhag'sche und klinken'sche Linie.Aus Erstcrer brachte Ulrich Adolf, der älteste von sechs Söhnen,sein Geschlecht in die Höhe. Er ward Oberkammerherr u. s. w.,erlangte 1699 die freiherrliche und 1712 die gräfliche Würde undseine Güter wurden zur Grafschaft Holsteinburg gemacht. Erstarb 1737 u. hinterließ mehrere Söhne als Grafen v. Holstein-burg. Seine übrigen Brüder und ihre Nachkommen blieben imAdelstaude, sowie auch die Nachkommen der beiden anderen Linien.Einige traten später auch in Herzvglich Holstein'sche Dienste. Jo-hann Ludwig v. H. aus der möllenhager Linie, Oberhofmar-schall, wurde 1759 zum Grafen afLethraborg erhoben. Stamm-Wappen: Gespalten, vorn in S. anderthalb r. Rosen, hinten inR. ein silb. Flügel. sTaschcnb. d. gräfl. Häuser t844 u. f. Jahrb.des deutschen Adels I84S. S. 349. Mecklcnb. Wppb. XXII. 81.v. Ledebur I. 371. III. 277. O. H. Moller, histor. Nachr. von demadl. u. zum Thcil hochgräfl. Geschlechte der v. H. Flensburg 1763. 4.v. Meding I. n. 368. Index nobil. Megapol. 114. Gauhe I. 664-667. - v. H.)

1. st Holsten. In der Wcstprieguitz blühte 1614 ein Ge-schlecht dieses Namens zu Gr. Gott schau und Ponitz, welchesim Schilde drei Qucrstreifen führte, deren jeder mit drei Klee-Blättern besezt ist. sv. Ledebur I. 371.)

2. Holsten, stammen aus dem fränk. Hause Wernfels,wendeten sich nach Holstein und darauf nach Dänemark, wosie die auf der Insel Fünen liegenden Güter Holstenhuus u.Langensoe besizen, welche eine k. Urkunde im I. 1723 alsStammhäuser erklärte. sNeues gcncalog. Handb. 1778. II. 394 u. ff.)Der k. däu. geh. Rath und Amtmann H. in Nyberg wurde am4. April 1718 in den dän. Freihcrrnstand erhoben. sLex. over ad.

fam. i. Danmark I. H. 3. S. 347. Wappen cbcnd. Taf. X1III. u. 161.Taf. X1VI, n. 217.) Es sind diese v. H. von denen aus Mecklen-burg im Ursprünge und Wappen verschieden.sGauhe I. 666. v. Zedlitz. v. H.)

st Holstein. Von diesem Geschlechte wird nur ein Siegel vom

I. 1499 augeführt und vermuthct, daß eS längstens im Lünc-burg'schen erloschen sei. sv. Meding I. u. 369. v. H.)

Holte, ein westfäl. Geschlecht, das im Stifte Osnabrückeine Herrschaft mit einem Schlosse dieses Namens besessen. Sollgleichbedeutend mit Holsten (Mecklenburg) sein, die in frühestenZeiten Holte genannt worden. sGauhe 1. 667 u. f. Hoppenrodt,Stammt'. 39. Cranz, metropol. Lib. VI, c. 34. Lib. VIII, c, 14, 34. Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1846 u. f. Fahne I. 167. v. H.)

st Holtclwtcl, ein abgegangenes Mecklenburg. Geschlecht,von dem nur ein Siegel vom Jahre 1428 anführt v. Meding, I.u. 379. sv, H,)

st Holtcmpne. Bertramus de H. testis in einem walken-rieder Brief 1293. sllrk. Buch für Niedersachsen II. 43.)

st Holtcsmimic. Adelhaydis de H., Kanonisfin zu Ganders-heim, 1392. sllrk. Buch für Niedersachseu III. 7.)

1. Holtcq, ein westfälisches, in der Grafschaft Mark aber158 9 daselbst erloschenes Geschlecht, welches jezt in Kurland undPreußen blüht. Es führt in Gold drei rothe Bremsen.

sv. Ledebur I. 371. v. Steinen III. Tab. 1VIII,)

2. Holtey, Die v. H. gehören Schlesien au; viele Mit-glieder der Familie standen im preuß. Heere. Die GebrüderJohann und Wilhelm H. erlangten am 26. Mai 1685 den pol-nischen Adel. Wappen: In Blau eine Lira. Von diesen stammtder Liederdichter und Schauspieler Karl v. H., dessen Großvater,vermählt mit einer v. Seidlitz, Kommandeur des Hus. Regimentsv. Wolfrat war. sv. Zedlitz. v. Firks, Ursprung des Adels inden Ostseeprovinzen >58. v. Ledebur I. 371.)

st Holthausen, eine am Nicderrhein schon 1322 vorkom-mende und begüterte Familie, welche in Gr. einen mit Hermelin-Schwänzchen belegten Balken, oder einen silb. Balken in Blau führte.sFahne II. 63. - v. Ledebur I. 371.)

st Holthüß, Holthausen, v. Ledebur, I. 371, führt ein Ge-schlecht dieses Namens an, dessen Abkunft eine münster'sche seinsoll, die im 14. Jahrh. vorkommt und Holthausen, Elber-tingove und Essinkhove besaß. Wappen?sv. Steinen, westfäl. Gesch. II. 1522.)

1. st Holthusen, Holthuiscn, Holzchusen, Holzhusen, ehemaligeGrafen, deren Grafschaft bei Hameln gelegen.

sZedler XIII. 679. Fahne II. 63. v. Ledebur I. 371.)

2. st Holthusen , wahrscheinlich Ministerialen der Grafen v. H.Thidericus de H., miles, 1289; Conradus de Holzhuscn,plebanus in Heldrungen, 1398; beide in walkenriederBriefen. sUrk. Buch für Niederstachen II. 328. III. 51.)

st Holtorp. Michel H., Rathsmann zu Brandenburg,1439. sCod. Brand. XIII. 361.)

Holtrop (Holzdorf), eine noch im Preußischen und Säch-sischen blühende Familie, die auch im Niederrheinischen be-gütert war, daselbst aber ausgestorben ist. sRobens I. 157 u. f.)Im I. 1699 wurde dieses Geschlecht in dem kais. Rittmeister vompf alz neu bürg. Kür. Regimente, Hermann Adolf Philipp Ernstv. H. in den Reichsgrafenstand erhoben. sE- S. Fahne I. 167.

II. 63, wo es Holtorp heißt. v. Ledebur I. 371. v. H.)