154
Heydel — Heyden
Heydclnuuni, Johann Kaspar, knrsächs. Kommissionsrath,auch Amtmann zu Wittenberg, wurde 1752 geadelt.sR- T. A- R.)
1. Heyden. Die v. d. H., genannt Ninsch zum Kaltenhof,führen im silb. Schilde einen rothen Iking, so. Steinen I. Tab. 2.n. 3.sj Diese noch blühende Familie gehört dem cleoe'schen Adelan; der ursprüngliche Name ist v. d. Heiden; der Beiname kommtvon ihrem Ursprünge im Rheinlande. Die Familie ist aufge-schworen. sFahnc I. 141. 362. II. 119, wo ein Stammbaum. —v. Ledebur I. 334. II. 294.)
2. Heyden, v. d. Heydc, anS dem polnischen GeschlcchteZborowSki. Die Familie ist in Preußen begütert. Wappen:Jastrczembiec. sv. Ledebur l. 354. III. 276.)
3. f von der Heyden, eine in neuester Zeit im Mannsstammcerloschene Familie in Preußen, welche in Silber einen r. Löwenund auf dem Helme einen Zweig führte. sO. S.)
4. Heyden, eine frankfurter, 1686 in den Adelstand erho-ben e Familie, welche der dortigen Gesellschaft Frau cnst ein einver-leibt ist. sv. Hefner, frankfurter Adel. — v. H. — Neues gcuealog.Handb. 1777. S. 246. 1778. S. 302; Nachtr. S. 149.)
5. Heyden. Johann Niklas und Johann Ludwig de H. zuGarten rieb sind am 11. Mai 1697 von Kurbayern in denHerrenstand erhoben worden. sDekretenbuch.)
6. Heyden. Philipp Bogisl. H., Feldwebel im RegimentePrinz Leopold, wurde mit seinen fünf Brüdern am 15. Juli 1732geadelt. Er starb als Major und Kommandant eines Grenadier-Bataillons an seinen in der Schlacht von Kunersdorf erhaltenenWunden im I. 1759. Die Familie ist noch jezt in Pommernangesessen und hat sich sehr ausgebreitet; sie führt fünf Granatenim Schilde. Mit dem ursprünglich pommer'schen Geschlechte v. H.nicht zu verwechseln, sv. Ledebur I. 353. III. 276. — v. Zedlitz. —Diplom. Jahrb. f. d. preuß. Staat 1843. Abkh. 2. S. 292. — v. H.)
7. Heyden, von der, genannt Dcldcrbusch, eine in den Herzog-tümern Limburg, Jülich u. Köln ansässige alte freiherrlicheFamilie. Diese v. d. H., gen. B., führen ein w. und gr. eilfmalgestreiftes Schild und darin einen rothen rechtöaufspringcnden Löwen.Seit 1786 ist die Familie in den Grafenstand erhoben.
sFahne I. 20. — v. Zedlitz. — Archiv für Gesch., Ecural, n. Dipl.1847. — N. gen. Hdb. II. 245; Nachtr. II. 130. — v. Ledebur I. 354.— v. Krahne II. 114 u. f. — v. H.s
8. Heyden, v. d., im Südpreußischen, aus Climnitz undSzydnick. Die Familie soll schon 1184 vorkommen. Sic gebrauchtden Freiherrntitel. Wappen: Von Blau und Silber geviertet; inder Mitte des Schildes eine auf einem Löwen sizende roth geklei-dete Jungfrau; in jeder Ecke des Schildes eine Granate, unterdem Löwen deren drei. Frhr. Leopold v. H. war 1899 Nitter-schaftsrath. Sein Vater war preuß. Major, gest. 1769; derVater des Lezteren General um 1799. sFrhrl. Taschcnb. v. 1856.)
9. Heyden». Hungcrkhansen. Der Neichsvikariats-, Hofgerichts-und Rcgierungssekretär Anton Friedrich v. Hungrigs Hansenzu Amberg erhielt vom Kurf. Maximilian III. ein Adelsbestäti-gungs- u. Edelndiplom am 23. Aug. 1745. Die Familie, welcheaus dem Nassau'schen stammt, führt in Blau einen gold. Balkenmit drei Zinnen, auf dem Helme eine Eule zwischen zwei Flügeln.sBayer. Wappb. VI. 32. — v. Hefner, bayer. Adel S. 86. T. 101. —v. Lang 392 u. f. — v. H.s Die Familie kam mit Johann Peterv. Hungrigshausen, alias Hungcrkhansen, 1551 vom
Niederrhein nach Nassau, wo derselbe Amtskellncr zuMengerskirchen wurde. Dessen Sohn Johann war nassau'-scher Landschultheiß zu Beilstein; der Enkel Johann Gottfriedhatte des k. k. Generals Peter Melandcr v. Holzapfel Schwester-Tochter zur Frau und war, wie der Urenkel Johann Friedrich,AmtSkcllner zu Mengerskirchen. Von seinen zwei Söhnenwar Johann Philipp nass. Hofrath, Anton Friedrich aber l geboren1688, st 1766) war kurbaycr. Rath zu Amberg und derselbe,welchem vom bayer. Vikariate 1745 der Adel bestätigt wurde,lieber den Uradel der Familie scheint wenig Zweifel übrig zubleiben, da von Anno 1564 die landständischen Matrikeln desHerzogthums Berg die Heyden v. H. als zum Ritterstandc desLandes gehörend und mit Oberalpen begütert nachweisen.
sEr docnmentis .s
19. Heyden-Linden. Die v. H. in Pommern sind ein uraltesGeschlecht, aus welchem dem Prälaten v. H. am 3. Jan. 1786die Erlaubniß ertheilt wurde, Namen und Wappen der Familiev. Linden mit den scinigen zu verbinden. Sein Vater hatte dielezte Frl. v. Linden anS dem erloschenen pommer'schen Ge-schlcchte gechlicht und beträchtliches Vermögen mit ihr erhalten.Die beiden Wappen wurden neben einander gestellt. Im I. 1849erhielt dieses Geschlecht das Erblandmundschcnkcnamt in Altvor-Pommern. Die v. H.-Leist erow gehören zu demselben Ge-schlcchte, welches ein schwarzes Mauerstück in Silber und eineJungfrau auf dem Helme führt. sMicrälins VI. 6. — Diplomat.Jahrb. f. d, preuß. Staat 1843. S. 292. — Gauhe I. 609. — v. ZedlitzIt. 383. — Sicbmacher III. 157. — Preuß. Wappcnbuch III. 5V. —Brüggemann I. 2s Hptst. — Mecklenburg. Wappenbuch. — v. LedeburI. 353. III. 276. — v. Hefncr, mccklenb. Adel S. 10. T. 7. — v. H.f
11. ch Heyden, von der, zu Uechtcrshrim , eine reichsfreiherrlicheFamilie im Herzogthumc Jülich. Einige Schriftsteller geben an,daß die v. d. H. zu N. nur ein Zweig der v. H.-Heiden ausdem Hause Bruck seien. Es scheint aber nicht der Fall zu sein;denn die v. d. H. auf N. schreiben sich anders und führen einanderes Wappen, nämlich einen schwarzen Balken von drei rothenLöwen beseitet. Die Familie war im Trier'schen und Luxem-bnrg'schen begütert und starb im 16. Jahrh. aus.
sFahnc I. 141. — v. Krahne It. 115—17. 431. — v. Ledebur I. 354.— v. H.s
12. ch »0» der Heyden zu Schönstein, nassauer Uradel. ImSchild ein mit drei Ringen, auch Steinen, belegtes Haupt.
sO. S. — Vogl, Top. 155. — Arnold! 291.)
Heyden aus dem Hause Druck zum Cliss, s. unter Heiden.
Hcydciuib, ein altes bayreuth. Geschlecht, sv. Lang 380. —v. Ledebur l. 354. III. 276. — v. H.s Eine N. N. Heideuaberkommt 1429 — 32 als Kanonissin zu Obernrünster, Negens-burg, vor. sO. S. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 85. T-98. — Sicb-macher, Suppl. X. 30. j Die v. Hey den ab er scheinen eine ge-trennte Linie zu sein; denn sie führen ein etwas anderes Wappen,nämlich im roth und silber gespaltenen Schilde eine Nabe sSieb-macher II. 73.), die Hey den ab aber in Blau eine qucrgelcgteNabe.
s- Heydcnburg, ein längst ausgestorbenes pommer'schcs Ge-schlecht. sv. Zedlitz.)
Hcydcnliurg, s. Dorn, Heydolph.
Heydcndorss, österreichisch. Eduard v. H. 1857 Rittmeisterim 19. k. k. Gend. Regiment.