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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
Entstehung
Seite
160
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Ivo

§. Li.

So ebengedachter Georg Friedrich, dem die väterlichen Güter als einzigenSohne zufielen, war bei seines Vaters Ableben auf der Ritter-Academie in Lüne-burg, wurde am 27. Januar 1778 Seconde-Lieutenant in der königlich-churfürst-tichen Leibgarde zu Pferde in Hannover, am 2. September 1735 Premier-Lieute-nant, und am 25. Januar 1796 Rittmeister in gedachter Garde.

Am 1. Marz 1796 nahm er seinen Abschied, wo ihm der Character als Obrist-Lieutenant beigelegt wurde, und gicng auf seine Güter zu Kleinen-Häußlingenund Rethem.

Wie redlich der verstorbene Oberstallmeister Friedrich Vehr zur Hoya sichseiner angenommen, und nhn und seine Geschwister aus der vaterlichen Schul-denlast gerettet habe, ist oben im §. ü5. vorgetragen worden, bedarf hier alsokeiner Wiederhohlung.

Er lebt annoch, und der Allmachtige erhalte ihn noch lange in dauerhafterGesundheit. Dieß ist mein aufrichtiger herzlicher Wunsch, und überlasse dieCharakteristik der spatesten Nachwelt. Denn über lebende Personen mich äus-sern zu wollen, dazu fühle ich meine rauhe ungebildete Feder zu schwach. Esgehört dazu mehr, als blos erzählen.

Uebrigens ist er bis jetzt annoch unverheirathet, und falls derselbe unver-mählt, oder ohne männliche Leibes-Lehns-Erben bleiben wird: so nimmt diesogenannte jüngere, seit viertehalbhundert Jahren geblühet habende Linie mitihm, welches derHöchste noch lange verhüten wolle, ein

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