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die er in müßigen Stunden studierte, und war auf diese Weise mit der Ge-schichte der Münzen und Medaillen sehr vertraut.
Bei allen dem ist es doch sehr auffallend gewesen-, daß man bei Anord-nung seines Nachlasses gar kein Verzeichnis über seine Sammlung vorge-funden hat.
Uebrigens war er ein redlicher, äußerst rechtlicher, biederer Mann, undstarb unverheirathet zu Stellichte am 8. Mai 1807, wo er in seines Groß-vaters Gewölbe beigesetzt wurde.
Mit ihm erlosch die neuere stellichter Linie, und das Gut Stellichte selbstsammt Zubehör fiel an die Gebrüder Christian August Ludewig Adolph undAlbrecht Burchard Carl Behr zu Kleinen-Häuslingen und Hoya, welche inGefolge des Familien-Vergleichs cls 1608 die Halbgeschwister des Verstorbenenals Allodial-Erben abzufinden, und in Gemaßheit eines vaterlichen Recesses cls
November 1789 gegen 22,000 Rthlr. Schulden mit zu übernehmen hatten.
Der Verstorbene besaß nach der Anlage 18-^. auch ein Sonderlehn, wel-ches in dem sogenannten bissendorfer Zehnten bestand, das aber an den Lehns-herrn zurückgefallen ist, und womit die Herren Gebrüder von Bobers anderweitbelehnt find.
§. 5o.
Burchard Christian, Johann Georg Wilhelm's sh. ^7.) siebenter Sohn,ist ein sehr fleißiger und gelehrter Mann gewesen. Man findet von ihm inStrodtmann's Beitrage zur Historie der Gelahrtheit Th. 2. x. ^0. eine kurzeLebensbeschreibung, woraus das Folgende zum Theil genommen ist. ,
In seiner Jugend ist er von Hauslehrern unterrichtet, und in seinemi^ten Jahre erschien zu Bremen 1728 in kolio von ihm ein Trauergedicht beiGelegenheit des Todes Jacob Albrecht Behr zu Kleinen-Häuslingen (h. 80.)der mit ihm damals in gleichem Alter gewesen war.
Im Jahre 17Z0 bezog er die Ritter-Academie zu Lüneburg, wo er unterAnleitung der damaligen Professoren, Hofrath Schwarz, Inspektor Merenbergund Rath L. L. Gebhard! die schönen Wissenschaften, Philosophie und Rechts-gelehrsamkeit studierte, und im Jahre 1722 zur Feier des Geburtstages Kö-nigs Georg des 2. eine Lobrede auf denselben hielt.