VII
' Einschaltungen ohne Beweiß vorzunehmen, war nicht anstandig. Icharbeitete daher einen Aussatz aus. Mehrere Ursachen verantaßten, daß eretwas stark wurde, und da er einen großen Zeitraum umfaßte, so wurdein mir der Gedanken rege, die Geschichte der ganzen Familie zu bearbeiten.Wn mehrere Lücken meiner Arbeit auszufüllen, erbat ich mir 'mehrereNachrichten, und der Herr Erbmarschall Vehr zu Stellichte sowohl, alsder Herr Obristlieutenant Vehr zu Kleinen-Haußlingen waren so gütig,mir alle Nachrichten mitzutheilen, die ihnen zu Gebote standen, um meinenVersuch zur möglichsten Vollständigkeit zu befördern. Nach Vollendungmeiner Arbeit theilte ich sie diesen beiden Herren zur Durchsicht und Ver-besserung mit, wo mir noch manches wurde, das zur Vervollständigungdiente. Die Herren hielten dafür, daß es den Familiengliedern angenehmseyn würde, wenn meine Ausarbeitung zum Druck befördert würde, underboten sich freiwillig zur Bestreitung der Druckkosten. Wenn das Gegen-wartige also irgend einem andern Leser Vergnügen erweckt, so gebührt derDank dafür diesen beiden Herren.
Uebrigens konnte meine Arbeit auf die Untersuchung der Frage: obund durch welchen der Vorfahren dieses altadelichen Geschlechts mit denenHerren Vehr im Meklenburgischen und Pommern in Verbindung stehe?nicht ausgedehnt werden, weil darüber keine Nachrichten aufzufinden waren.Vielleicht veranlaßt dieser Versuch, daß jene Familie dieß ins Klare setzenzu lassen geneigt feyn werde.