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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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S on und Enkel.

Wrede mißverstand diese Geberde. Mit einem Ruckwar seine Rechte am Degengriff und im Moment war dieKlinge sichtbar im nächsten aber wendete sich der Kaiser,dessen gelbes Gesicht bleich geworden war und ging oneein Wort weiter zu verlieren auf seinen Stand zurück.

Der Kaiser vermied von diesem Augenblicke an denbayerischen General und hätte ihn, dessen war Wrede festüberzeugt, one Bedenken vernichtet hätte er ihn nichtso notwendig gebraucht!

Fürst Karl Philipp von Wrede starb an Alters-schwäche auf seinem Schlosse zu Ellingen am 12. Dez.1838. Er hatte mit einer Gräfin Wiser fünf Söne unddrei Töchter gewonnen.

Der älteste der Söne, Karl Theodor, hat dasMajorat übernommen, aber übel gehaust, die österreichischenGüter angeworden und in allen Stücken so wenig seinemHerrn Vater nachgeschlagen, daß er veranlaßt wurde, zurVerhütung weiteren Nachteiles von der Verwaltung desMajorates zurückzutreten und selbe seinem ältesten Sone zuübergeben. Die öffentlichen Gerichtsverhandlungen der neu-eren Zeit haben traurige Dinge in Betreff der Persönlich-keit des besagten Fürsten an's Tageslicht gebracht. DerAntiquarius bittet seine Leser, ihn mit der Erzälung sol-cher Anekdoten zu verschonen.

Der jezige Majoratsherr Fürst Karl Friedrich,Enkel des Feldmarschalls, hat 1858 in einem Alter von30 Jaren die Güter übernommen und soll, wie man sagt,durch geregelten Haushalt die Schäden wieder gebessert undausgeglichen haben. Er ist mit Helen e Gräfin V iereggseit 1856 vermält und im gegenwärtigen Jare durch Aus-

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