Bayerischer Feldmarschall.
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Ueber die Feldzüge und Heldentaren des Feldmarschallskann man ausser obenzitirtem Werke noch Stumpfs denk-würdige Bayern, Friedmann's Leichenrede, Würdinger'sMilitar-Almanach, Hormayer's Taschenbuch und die Festschrift„Tilly und Wrede" bei Eröffnung der Feldherrnhalle(8. Okt. 1844) nachlesen. Es hieße die KriegsgeschichteBayerns von 1790—181S schreiben, wollte man eine Bio-graphie Wrede's hier einreien. Dazu mangelt es anRaum.
Die Anerkennung seines Königs blieb nicht aus. Un-term 7. März 1814 hatte er die hohe Würde eines bay-erischen Feldmarschalls erhalten und etwas über einJar später (24. Mai 1815) wurde er unter Beigabe einesFürstentumes zum erblichen Fürsten des (bayerischen König-)Reiches ernannt.
Der Ritter v. Lang, als damaliger Vorstand desReichsheroldenamtes, gibt in seinen Memoiren hiezu fol-gende Glosse:
„Der Wunsch des General Wrede, zum Marschallaufzusteigen, war nun erreicht. Allen Günstlingen, welcheeilend ire Glückwünsche herbeitrugen, wurde in dem Vor-zimmer der silberne Marschallsstab zur Adorationin die Hände gegeben. Die Tageblätter verkündeten, daßdie Würde eines Marschalls'die nächste nach dem König sei;wogegen ich auf den Wink des Ministers eine kurze Lebens-notiz von dem alten bayerischen Marschall Piosasque ein-rücken ließ, der zugleich Landrichter in Dachau war.Noch war der neue Marschall nicht betont für die bei Riedgeleisteten Dienste; der Kaiser fragte bei seinem Besuche inMünchen den König, ob er nicht den tapfern Helden, denWrede zum Fürsten erheben wollte. Dieses geschah denn