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Napoleonischer Graf.
schlägt sich, man verträgt sich auf Commando, man schießtheute auf den, den man gestern umarmte und bildet sich dazuauf Commanvo einen richtigen Zorn ein u. s. w. Sowar es zu Wrede's Zeiten, so ist es in unseren Tagenwieder gewesen und so wird es bleiben, so lange die Na-tionen noch sich als den Normal-Dünger für Dinastien unddie Armeen als den Extrakt aus diesem Dünger zu be-trachten gewönt werden.
Für seine bei Wagram (6. Juli 1809) bewieseneTapferkeit und kräftige Unterstüzung des französischen Heereserhielt der Generallieutenant Wrede von Napoleon alsAnerkennung die Würde eines französischen Reich s grasenund dazu eine glänzende Dotation, welche Napoleon dem be-siegten Oesterreich one Weiteres aus der Haut schnitt. Eswaren dieß die im Inn- und Hansruckviertcl gelegenen sä-kularisirten Klostergüter Mondsee, E n g e lh ar t s zell,Suben und Eng el sz el l nebst H ütten stein. Merkwür-diger Weise beließ Oesterreich nach der Vertreibung Na-poleons diese Gnadengeschenke, Wärend es doch sonst Allesüber den Haufen warf, was der Franzosenkaiser sich zubauen erlaubt hatte. Der Grund dieser HabsburgischenGroßmut war wol kein anderer als Erkenntlichkeit dafür,daß Wrede sich in seiner Eigenschaft als bayerischerFriedenskongreß-Gesandter später so gefügig zeigte, als dieAbtretung des bayerischen Inn- und Hausruck-Viertelsan Oesterreich negozirt wurde.
An die napoleo nische Gnade erinnert noch heutzu-tage das blaue Freiviertel mit dem silbernen Schwerte, wel-ches die Wrede (gleich den Deroy's, Tascher, von derMühlen u. a.) als napoleonische Armee-Grafen in iremStammschilde zum Andenken beibehalten haben.