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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Alter und neuer Adel.

ern durch Stamm- und Wappengenossenschaft in Ver-bindung.

Es läßt sich überhaupt bei klarer Betrachtung nichteinsehen, weßhalb eine Familie wie die unserer Wrede,welche durch einen einzigen Mann so hochberümt und hoch-verdient für alle Zeiten wurde, sich in ein fremdes Nestsollte einsiedeln wollen (und etwas derartiges scheint jeneVerwarung" doch im Auge gehabt zu haben!) denn wenn-gleich ein gewisses Alter für jede adelige Familie wünschens-wert und erend sein muß, so ist doch das Alter alleinnoch lange kein Verdienst und dürfte ein junger Adel, derim Verhältniß zur Ausdenung seines Stammes Vieles ge-leistet hat, größere Anerkennung verdienen als ein Adel, dereinen alten Stammbaum, aber im Verhältniß zum Alterdesselben wenig getan hat.

Ich will auch (sagt Wiguleus Hundt) den neuenAdel, der so durch Herrendienst, Krieg oder andereerliche Mittel zu diesem Standt gekommen und sich dem-selben gemäß haltet, mit nichten veracht't haben, dieweil dieabsterbenden Geschlechter billig mit anderen ersezt und deradcliche Stand dadurch erhalten werden muß: denn wasjezt neu, wird mit der Zeit auch alt und waren die al-ten vor Jaren auch einmal neu. Bei gleichen adelichenTugenden und wie man spricht: onowris puribus hat deralte Adel jederzeit und fast bei allen Nationen den Vorzugund Vorgang gehabt. Aber wie man jezt gemeiniglich sagt,liehe einJud nicht einen Pfenning auf einenalten Adel!!"

Wrede war 1767 geboren (also kein geborner Edel-mann) ward zugleich mit seinem Vater 1790 geadelt undgefreir, 1809 französischer Graf und 1814 bayerischer Fürst.