Druckschrift 
Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
Entstehung
Seite
383
Einzelbild herunterladen
 

und sein Ursprung.

383

tenbank" zu Mannheim und Landschreibers zu Heidel-berg. Seine Familie scheint ziemlich verbreitet gewesen zusein in damaligen pfälzischen Diensten, wenigstens kommenim kurpfalzbayerischen Hofkalender für das Jar 1780 ausserobigem Ferdinand noch ein Joseph Wreden,seit 1761Hof-Kriegs-Justiz-Rath bei dem Prov inzial-Commando zuDüsseldorf/' ein Friedrich Wreden, kurpfälz. Rathund General-Cassier zu Mannheim und ein Joseph FranzWreden, kurpf. Hofgerichtsrat und Beigeordneter beim 'Ober-amt zu Heidelberg vor.

Die Angabe, als seien die Wreden ein Zweig jenesin Schweden, Hannover und anderen norddeutschen Staatenvorkommenden alten Geschlechtes Wrede ist unerwiesen.Der Umstand, das; die Familie bei irer Erhebung in denAdel- und Freiherrnstand durch Vikariatsdiplom vom 17- Mai1790 die Aenderung des Namens Wreden in Wrede, so-wie die Erteilung eines dem Schilde der gedachten nordischenWrede änlichen Wappens bewirkte die bayerischenWrede erhielten nemlich einen goldenen Schild darin eingrüner Lorbeerkranz mit fünf 1. 2. 2. roten Rosen, Wärenddie h an n o v er's chen Wrede einen von Rot und Goldgespaltenen Schild mit einem dergleichen Kranz in verwech-selten Farben fürten und füren dieser Umstand der Aen-lichkeit des Namens uud Wappens beweist für den Heral-diker nur so lange, als ihm nicht andere urkunvliche Wider-sprüche begegnen. Derlei sind aber hier zur Genüge vor-handen und der Antiquarius erinnert sich überdieß in einemhannoverschen Blatte aus den 30er Jaren eine ausdrücklicheVerwarung und einen ganz bestimmten Protest der dor-tigen v. Wrede'schen Familien dagegen gelesen zu haben,als stünden sie mit dem fürstlichen Hause Wrede in Bah-