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Das Haus Wrede
an andern Orten aber, bei Gelegenheit der Erzälung desso hochwichtigen Bauernkrieges, sowie bei Schilderungdes Ritterwesens, der Wallfarten und anderer ade-licher Hantirung werden die Wege des Antiquarius nochoftmals mit Namen und Männern aus dem edlen Hauseder Truchsessen von Waldburg sich kreuzen. —
3S) Fürst von Wrcde, Herr zu Ellingen. DieGes chichte dieses Hauses gipfelt sich in einem Manne, derzugleich als primns tüinilins den Namen und dadurch sichselbst zu hohen Eren gebracht hat. Wer zu München dieam Anfange der Ludwigsstraße stehende großartige Hallegesehen hat, welche den Namen Feldherrnhalle trägt, wirdunter den einzigen zwei Bewonern derselben diesen bcrüm-ten, hochverdienten Helden, den bayerischen FeldmarschallFürst Karl Philipp von Wrede in Erz gegossen habenstehen sehen. Sein eherner Nachbar, der uns schon be-kannte Johann Tzerklas Graf v. Tilly, hilft ihm vorder Hand die Einsamkeit vertreiben und wenn die Warschein-lichkeitsrechnung eintrifft, so dürfte Bayern abermals zwei-hundert Jare zu warten haben, bis es in der Lage seinwird, diesen beiden durch die Statue eines dritten bayerischenFeldherrn Gesellschaft leisten zu lassen.
Ein Vierteljarhundert lang war Wrede der bedeu-tendste Mann Bayerns im Felde, wie sein ZeitgenosseMontgelas es im Kabinet war. An beiden hat, na-türlich, die liebe Welt ire bösen Zungen gewezt, und beideblieben dennoch bis heute unerreicht. Niemals hatte dasBaterland Bayern größere Ursache dieß zu erkennen und zubeklagen gehabt, als bei den jüngst vergangenen Ereignissen!
Karl Philipp war der Son des Ferdinand JosephWreden, kurpfälzischen Regierungsrates „von der Geler-