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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Berühmte Truchsessen,

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tikus fände allerdings manches dagegen einzuwenden, wozujedoch hier der Plaz mangeln dürfte.

Das Stammwappen der Truchsessen o. W. zeigteinen blauen Schild mit drei, 2. 1. goldenen Tannenzapfenund auf dem Helme einen Pfauenbusch. Als Schildhalterinfindet man seit dem XV. Jarhunderte eineschwäbischeJungfrau."

Was nun die einzelnen Männer aus diesem Geschlechtebetrifft, so wäre davon viel zu schreiben, denn es wird nichtleicht ein Haus in so vielfältige Berürung mit den Großendieser Welt gekommen sein, als das der Truchsessen undnicht leicht eines so viel Gelegenheit gehabt haben, sichauszuzeichnen, als eben wieder das Haus der Trnchsessen.Der Cardinal Otto Truchseß, Bischof von Augsburg, derschon genannte Feldhauptmann Jörg Truchseß, gewaltigerStatthalter des Herzogtums Wirtemberg und gründlicherTodtschläger des Bauernkrieges, deßhalb auch nurderBauernjörg" genannt, der unglückselige Kurfürst vonKöln, Gebhard Truchseß, von welchem oben S. 310schon die Rede war, der General Max Willibald Truch-seß, der mutvolle Verteidiger von Konstanz und Lindaugegen die schwedische Uebermacht, der für seine Heldentatenvon den Habsburgern mit Lob und Versprechungen über-schüttet in der Wirklichkeit zulezt leer ausging, oder dertapfere Retter deutscher Ere gegenüber welscher Pralerei,Johannes Truchseß diese und noch viel andere wackereMänner aus dem edlen Hause der Truchsessen müßtengenannt und ire Taten erzält werden, wollte man nicht un-billig sein gegenüber dem, was von anderen Geschlechternin diesem Buche bereits berichtet worden ist. Der geehrteLeser siet wol selbst, daß dieß hierorts zu weit füren würde.