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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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dem Freistul zu Sachsenhausen.

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diese urteilten, es solle vorerst noch einmal ein Tag nachKassel angesezt und dort zwischen den Parteien durch denLandgrafen zu Hessen eine Vermittlung angestrebtwerden.

Auf den bestimmten Tag erschien Herzog Heinrichin Kassel, Kaspar aber blieb aus, entweder weil er sichvon einem Vermittlungsversuche keinen Erfolg versprach, oderaber, weil er überhaupt keine Vermittlung wollte.

Herzog Heinrich ritt sofort wieder nach Sachsen-hausen zurück, und da auch dort Kaspar nicht erschienenwar (wie er später angab: aus Besorgniß für sein Leben,welches er durch die zalreiche Begleitung des Herzogs Hein-rich für gefärdct gehalten), bewirkte der Herzog vom Frei-stul einen Warspruch dahin, daß er aller Klage undZuspräche, um welche ihn Kaspar der Torringer vorden Freistul geladen, quitt und ledig sei, und daß erseinen Rechten und Eren Genüge getan habe.

So ritt Herzog Heinrich hinweg in dem Bewußtsein,sich aus dieser unangenemen Affaire bestens herausgezogenzu haben, denn er trug ja das geschriebene Zeugniß da-rüber bei sich, und

was man schwarz auf Weiß beüzt,kann man getrost nach Hause tragen."

Der Advokat aber, welchen der Herzog zurückließ,scheint sich mit den Herrn Schöffen des heimlichen Gerichtsziemlich leicht getan zu haben, denn nicht zufrieden, seinenHerrn so billigen Kaufes freigesprochen zu sehen, wendeteer nunmer die Lanze um und machte aus dem Kläger denBeklagten.