362
Bayerische Edelleutc als Schöffen.
Eben zu der Zeit, als der Prozeß des TörringerSmit dem Herzog Heinrich sich abspielte, gehörten unterandern vom bayerischen Adel auch nachgenannte (welcheder Antiquarius aus den betreffenden Urkunden gezogen inalfabetischer Reie hier folgen läßt) zu den „echten freienSchöffen des stillen und heimlichen Gerichts:"
Georg v. Adelzhausen, ^ Jörg A h a m e r, Küchen-meister zu Landshut, Paulus Ar es inger, Jörg Auer v.Puelach, Alban Closener zu Gern, Georg Eberspeck,Landschreiber zu Burghausen, ^Konrad v. Egloffsteinzu Bernfels, Richter zu München, ^ Martin v. Eib, HansFrauenberger zum Haag, ^ Konrad v. Freiberg zuWal, Heinrich Gießer, * Heinrich v. Gumppenberg,Heimeran Haslanger, Gebhard und Mathes v. Kam-mer, ^ Jobst L e up rech l ing er, Oswald Mautner,Hans v. Parsberg, Hans v. Pienzenau, ^Wilhelmv. Preising, Jakob Pütrich v. Reicherzhausen (ein sei-ner Zeit berümter Dichter), ^ Wilhelm Rechberg, ^ Leon-hard v. Sandizell, ^Thomas Seiboltsdorfer, *Er-kinger v. Seins heim, Dietrich v. Staufs zu Ernfels,^Hans Tattenbeck, ^Erasmus Taufkircher, AndreTobelhamer zu Haiming, Oswald Tuchsen hauser,Wilhelni v. Turn, Kaspar Waller zu Bruckberg, Hof-meister zu Landshut, Jörg v. Wildenwart, Friz v.Wolfstein, Hans Zaunrüd und Erhart Z enger.(Die mit einem ^ bezeichneten Familien blüen noch zurStunde.)
Betrachtet man diese nicht unerhebliche Anzal vonMännern großen und kleinen Adels, welche innerhalb derGrenzen des kleinen Altbayerns in einer und derselben Zeitzu den heimlichen Gliedern des gefürchteten Gerichtes im