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Einnamc und Zerstörung
gewärtigen und der AntiquariuS fügt nur gelegentlich bei,daß urkundliche Exempel sich vorfinden, vermöge deren esvor Beginn einer Fede dem Beklagten oft 50, 60, ja nochmer Feindesbriefe in's Haus regnete.
Auf der anderen Seite war man aber in jener ritter-lichen Zeit auch nicht sogleich verzagt und wenn auch nichtmit Stolz, so doch mit Würde und einer gewissen Beruhig-ung des eigenen Wertes nam der Vielbedrohte diese Fede-briefe an, ja es entstand eben in jener Zeit auch das truzigeaber männliche Sprichwort:
„Viel Feind', viel Ehr'!"
In solcher herkömmlicher Weise war also dem HerrnKaspar von Törring gleichfalls „abgesagt" worden undzwar von Herzog Heinrich selbst, dann von den schongenannten Nachbarstädten Reichenhall, Burghausenund Oetting und dem etwas weiter entfernten Braunauam Inn.
Die Briefe waren „zu rechter Zeit und Weil'", d. h.am lichten Tage, in's Schloß Törring gebracht, und da dieHerrschaft nicht zu Hause gewesen, wol dem Burgwart über-liefert worden, der aber, wie es scheint, beim Sturme auchzu Grunde gegangen war.
Dem Briefe folgte rasch (in mindestens einem und läng-stens drei Tagen) die Ausfürung.
Herzog Heinrich rückte mit den Seinen und denBürgern jener Städte vor das Schloß, gewann es one vielMüe uud zerstörte es durch Feuer und Menschenhände bisauf den Grund.
Vorher jedoch ließ der Herzog die Burg rein aus-plündern und nam sogar die vorgefundenen Pracht-