Heinrich's von Landshut,
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auch alle seine Diener tun. (Die Plünderung der Garde-robe einer Dame, deren sich dieser Herzog, wie weiter un-ten erzält werden wird, schuldig machte, kann uns jedochvon der Galanterie dieses Herrn und seiner Diener keinenhohen Begriff beibringen.)
„Er machte zwei Reisen (Kriegszüge) gen Preußen,dem deutschen Orden zu Hilfe wider LadislausKönig von Polen :c. :c., zu den Zeiten, als die deutschenHerren den großen Streit verloren hatten und der Hoch-meister, vom Geschlecht einer von Jüngingen, mit 600Kreuzherren erschlagen worden.
„Er war zuerst arm, als er aber aus dem Oouoiliozurückkam, da lueget (schaute) er baß auf und ward reichund mächtig. Er sammelt' einen großen Schaz, den legteer (wie seinen Vetter Ludwig) in das Schloß Burg Hausen.Darnm gab man ihm einen Nachnamen: Herzog Heinrich,der den Turm voller Gulden hat.
„Als ihn sein Vetter Ludwig einst zum Zweikampfforderte, sprach er: Ja gern, ich und die Meinen.Daraus ward ein Sprüchwort.
„Der Fürst hatte große Lieb' zu dem Rot-Wildu nd ließ das gar wenig fangen; darum ward des Wildesunsäglich viel und tat Jedermann großen Schaden anirem Getreid' und andern Früchten.
„Er hielt auch viel' Juden allenthalben in seinemLand. Die wurden kurz nach seinem Tode all' ausge-trieben."
So war der Mann — nicht schlimmer wol imGrunde als manche seiner Mitfürsten, aber immerhin schlimmgenug, um sich des Schlimmsten von ihm zu ge-