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Kleine Ursachen,
Zangenberger, von seiner Mutter so genannt, vomHerzog verlieen. Er war ein „Lediger von Bayern", wieman derzeit sagte, oder ein wilder Prinz, warscheinlich vonHerzog Heinrich von Landshnt, und schrieb sich darauf„v- Zangberg." Mit dessen Son Heinrich v. Zangbergist dieß Geschlecht aber noch im selben XV. Jarhundertwiederum abgegangen.
— — Es war am Tage Pauli Bekehrung (25. Ja-nuar) 1413 als ein Jäger Herrn Kaspar's v. Torring,der im Dienste und Auftrage der Herzoge Stefan, Ernstund Wilhelm von Bayern durch das Gebirg streifte, umein paar schöne Stücke für die fürstliche Tafel zu erpirschen,unversehener Weise von andern Jägern überfallen und samtseinen Hunden gefangen hinweggefürt wurde.
Bald ergab sich, daß dieß ans Befel Herzog Hein-rich's von Landshut geschehen sei.
Als Herr Kaspar Kunde davon erhalten, reitet erstracks an den Hof und erbittet sich Aufklärung über diesengewaltigen Eingriff in seine Äechte als Oberstjägermeister.Statt aber die Sache als ein „ Mißverständniß" (wie manheutzutage etwa tun würde) zu erklären, sagte man einfach:Es habe dem Herzog so beliebt, und statt, wie gebeten,die Gefangenen wieder frei zu lassen, erklärte man demTörringer etwas trocken: Der Herzog habe keine Lustdazu. —
Wie so oft im Leben aus kleinen Umständen großeDinge hervorwachsen, so auch hier. Weder der HerzogHeinrich noch der Törringer mochten sich traümenlassen, welches Ende die Geschichte mit dem Jäger kle-inen würde.