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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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auf der Tiberbrücke zu Rom.

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Ein Herr von der Leiter (äs In Koala) trug dasPanner von Böhmen, (rot mit dem gekrönten silbernenLöwen) und drängte sich vor, um als der e rste allen üb-rigen Pannerträgern vorauszuzieen.

Als Herr Seifried von Törring, der das geweckteblau-weiße Panner von Bayern fürte, dieß ersiet, sprengter an und wert dem Herrn äs 1a Koala, sagend, es ge-bäre Bayerns Panner, das erste auf der Tiber-brücke zu sein!

Darauf erwiderte der Pannerträger der Böhmen: Demist nicht so, billig weicht euer Panner dem unseren, wann(da) Böhmen ein Königreich, Bayern aber nur einFürstentum ist.

Der von Törring aber rief: Nein und aber nein!Meine Vorfaren haben von aller Zeit Bayerns Pan-ner gefürt, und solches hat stets den Vortritt gehabt vorallen Fürstenpannern, und das schon zu einer Zeit, da dieBöhmen noch Heiden waren. Ich lasse nichts ab von derHerrlichkeit und Würdigkeit meiner Fürsten und halte hochdas Bayerland (bayerische Panner)!

Da der v. d. Leiter unerachtet dieser Erklärung vor-dringen wollte, ergriff Seifried der Törring er die Zü-gel von dessen Rosse und schrie ihn an: So wollen wir da-rum kämpfen, denn ehe daß ich das zugebe, ehe springstDu mit mir da hinab in die Tiber!

Nun entstand ein groß Gelärm und Durcheinander.Die Böhmen trozend auf ire überlegene Macht wollten Ge-walt brauchen.

Da schlug sich angesichts des gärenden Streites einMarkgraf von Montferrat mit 600 Helmen auf dieSeite der Bayern.

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