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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Herr Seiz von Törring

sei, lezteres nur deßhalb, weil der Graf von Orteriburg,dem es eigentlich zugestanden wäre, das Haupt-männer zu füren, noch gar ser jung und schwach war.

Von einem Törring als Pannerträger ist demnachh ier keine Rede mer, sondern scheint es, als ob dieOrten-burger zur Ere des Pannerfürens seien auserkoren wor-den. Es wird also wol stillschweigend das Panneramtder Törring er nach dem großen Zerwürfnisse durchKaspar von Törring als erloschen betrachtet worden sein,Wärend man sie dagegen des Erb-Jäg ermeisteramtesausdrücklich für unbefugt und verlurstig erklärte und wolnur deßhalb, weil sie, wie unten folgen wird, für den Er-werb dieses leztcn Amtes eine brie fli che Ur kunde vor-zuweisen hatten.

Nach diesen, zum Verständnisse der törringischen Hän-del nötig gewesenen Erörterungen, kommt der Antiquariusnunmer auf die Sache selbst zu sprechen.

Zuerst den Gegenstand des Bildes auf der Tiberbrückezu Rom!

Es war im Jare 1355 zu Ostern, als der deutscheKaiser Karl IV., der Nachfolger Ludwig IV. des Bayern,dessen ältester Son , Markgraf Ludwig von Brandenburg,ihn begleitete, in Rom feinen Einzug hielt.

Nach einer alten Sitte ließ man bei dem Einreiten einesrömischen Königs oder Kaisers, sobald man auf die Mitteder Tiberbrücke gekommen war, die Panner, die manbis dahin um die Stange gewickelt trug, frei fliegen.

So ward es bisher gehalten. Dießmal aber ent-stand bei solcher Gelegenheit plözlich eine Stockung imZuge.