Druckschrift 
Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
Entstehung
Seite
335
Einzelbild herunterladen
 

/

und sein Rittersaal. ZZ5

bang unbewont, und als zwei Generationen später die alteLinie der Törring zum Stein, nun zu Pertenstein,mit Johann Franz Adam 1744 ganz erlosch und die Güteran die Linie zu Jettenbach fielen, hatte Marbang nochweniger einen liebreichen Herrn, wie Graf Albeck gewesenwar, zu hoffen.

So zerfiel denn das verlassene Haus in sich selbst, bisEnde des vorigen Jarhunderts die zerstörende Hand desMenschen, dem Zan der Zeit zu Hilfe kommend, den altenEdelsiz dem Boden gleich machte, so daß jezt nur mer derSchloßgraben die Stelle andeutet, auf der Marbang gestan-den war.

Es gehören somit auch die Wandgemälde mit denGroß tat en der Törringer der wirklichen Geschichte an, unddeßhalb sei es erlaubt, die skizzenhafte Beschreibung hier ein-zureien, welche Friedrich Töpfer in seiner Geschichte derSchlösser Pertenstein und Marbang davon gibt.

Hier stritt", sagt der Bericht über die Gemälde an denWänden des Rittersaales,hier stritt der AnHerr Albicusv. Torring im Kampfe gegen die Ungarn am Lechfeld(955), dort erschien er auf dem ersten Turnier zu Magde-burg (933) mit den drei roten Rosen im silbernen Schilde(dem Stammwappen der Torringer). An dieser Seite prang-ten die Brüder Wilpoto und Otto in Oberjägermeister-tracht, umgeben von einer zalreichen Meute und lustigenJagdgesellen; auf der andern Seite stand Kaspar derTorringer vor dem Freistul der hl. Veme und bewies denSchöffen Herzog Heinrich's Unrecht; da schwang HerrWilhelm Bayerns Panner den Herzogen in heißer Schlachtvoran; dort errang sein Vater Seifried auf der Tiber-brücke durch männliche Tat seinem Hause das Vorrecht,