dem Hause Törriug.
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einen miserablen Zustand gerathen, vom Schlag öfters ge-rührt, dadurch ganz unvermögend geworden, so daß manihn heben und legen mußte. Zulezt verlor er allen Ge-schmack und Geruch und galt es ihm gleich, ob er süß odersauer zu essen oder zu trinken bekommen, der halben ervon einem ganzen Kapitel auch Hoch und Nieder serverächtlich gehalten und Jedermann seiner überdrüssiggeworden, bis er endlich unno 1649 den 2. Aprilis gestor-ben und vor St. Andreas-Altar, den er gestiftet, in derDomkirche begraben worden, seines Alters 72 Jahre."
Gibt es wol ein sprechenderes Bild menschlicher Hin-fälligkeit auf der einen und menschlicher Erbärmlichkeit aufder andern Seite, als dasjenige, das uns diese wenigenZeilen entrollen? Das dankbare Kapitel wußte feinem An-denken kein Wort des Lobes zu spenden, obwol er auch inden schweren Kriegszeiten viel für das Stift getan hatte.Auf seinem Grabsteine zeigt sich nichts als der törring'scheWappenschild und darunter in lateinischer Sprache die kurzeInschrift:
Der hochniürdigste Fürst Atlirrt IV. Bischof von Regcnsburgstori, seines Atters 72, seiner Regierung 36 Iure1649.
Der zweite geistliche Würdenträger aus der st einerLinie war des Freiherrn Ladislaus Son, Adam Lo-renz (geb. 1614). Er ward durch Beförderung seinesOheims, des Bischofs Albert, Domprobst zu Regensburgund Salzburg und erwarb für die drei Linien der Törringzu Stein, zu Secfeld und zu Jettenbach von KaiserLeopold I. cid. Regcusburg 12. April 1645 den ReichS-grafenstand, 1663 wurde er zum Fürstbischof von Re-gensburg gewält.