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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Zwei Bischöfe aus

Sie waren Beide nachgerade alt geworden und mitWemut betrachteten sie die vielen grauen Haare, die sie sichgegenseitig über irem Aerger hatten wachsen lassen.

Die Streitgeschichte endete damit, daß die Törringvon Stein, unter diesen besonders Herr Albert, Bischofzu Regensburg einen neuen Jartag für ire Freunde indie Dorfkirche St. Georgen stifteten, sowie ein eigenesBenefizium in irer Schloßkapelle. So wollten sie für alleZeiten die Gelegenheit vermieden haben, mit den geistlichenNachbarn zu Baumburg in näere Berürnng kommen zumüssen.

Dieß der Verlauf eines 40jarigen Prozessesauf Ge-genseitigkeit". Wer dabei gewonnen, das mag der verer-liche Leser selbst entscheiden. Der Antiquarins glaubt dieAnsicht aussprechen zu dürfen, daß nach dem Grundsaze:äuodus oortnirtibus tertins Anuäst" der Leser selbstder gewinnende Teil gewesen sein dürfte.

Bevor wir von der Linie der Törringer zum SteinAbschied nemen, müssen wir noch erwänen, daß dieselbe zweihohe geistliche Würdenträger erzeugte, nemlich Albert, desoftgenannten Ladislaus Bruder, dann des lezteren EonLorenz Adam.

Albert ward 1594 Domherr zu Salzburg und Ne-gensburg und 1613 zum Bischöfe und Reichsfürstenan lezterem Stifte erwält. Er war, wie der KurfürstMax I. von Bayern einer der wenigen Glücklichen oderUnglücklichen, welche den schrecklichen dreißigjärigcn Kriegüberlebten.

Ein trauriges Ende war ihm vorbehalten.EinigeJahre vor seinem Tode", schreibt Schuegraf in seinen Bei-trägen zur Regierungsgcschichte dieses Bischofs,ist er in