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Ein zorniger Dechant.
Der v. Törring bewirkte zwar ein günstiges Erkenntnißbeim Bischof von Salzburg, aber zu spät.
J.nno 1615 starb Fraülein Johanna, des FreiherrnLadislaus v. Törring Schwester und wurde zu Baum-burg in der Kapelle begraben. Der Probst versaümte ab-sichtlich und gegen alles Herkommen die, jedenfalls auchvom Standpunkte der gewönlichen Hausgebackenen Artigkeitzu erwartende Einladung der törring'schen Familie zu demvon ir gestifteten Seelen-Gottesdienste (von welcher Stiftungdoch das Kloster die Rente bezog) und hielt one weiteresdas Seclamt in seiner Kirche (22. Sept. 1615).
Herr Ladislaus erfur dieß noch denselben Vormittagund ritt stracks hinüber nach Baumburg, sich der Ursachedieser Vernachlässigung zu erkunden.
Man verweigerte ihm den Eintritt in das Kloster.Anderthalb Stunden wartete der Freiherr mitten unter demBauernvolke an der Pforte.
„Endlich kam der Dechant des Klosters zornglüendenAngesichts", klagt der v. Törring, „und schrie michan: Ich solle warten, so lang ich wolle, eS werde mir keineAntwort werden. Der Gottesdienst sei von der Kanzel ver-kündet worden, ich hätt' es wol hören können, die Kirchesei groß und weit. Man sei zwar schuldig, die Tör-ringer in irer Kapelle zu begraben, aber nicht denGottesdienst daselbst zu halten. Darauf schlug er mirdie Tür' vor der Nase zu."
Der Bischof verwies nun zwar dem Probste ein solchunartiges Verfaren und befal demselben, der Herrschaft aufdem Stein von nun an die Gottesdienste jedesmal 8 Tagezuvor anzusagen, der Freiherr konnte aber den ihm von