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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Bauern als Märtirer.

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das Gotteshaus selbst. Das war ein gefundenes Essen!!!Dasarme Thier" hatte in seiner Angst hinter einemgottgeweiten Bilde des hl. Georg Schuz und Hilfe gesucht,allein der Wüterich v. Törring stöberte die fromme Mar-derseele aus irem Versteck und hezte sie mit seinen Brackenfort und fort bis auf die Decke des Langhauses, wo dasgute Geschöpf" einen elenden Tod unter den Zänen derblutgierigen Herrenhunde fand. Bei dieser Jagd soll HerrLadislaus das Kirchendach bedeutend verlezt, ja sogar (Iror-rilzilö cliotu) ein Loch in dasselbe gestoßen haben!

Jezt kam der Turnus wieder an den Probst.

Bei Gelegenheit des Kirchweihfestes zu besagtem St.Georgen hatte das törr ing' sche Patrimonialgericht Steinein paar besoffene Bauern festnemen und zur Erhaltungfernerer Zucht und Ordnung einstweilen in einem leerenStalle an einen Block anschließen lassen. Zufällig gehörtedieser Stall dem Kloster Baumburg. Sogleich begannder Geistliche, ein baumburger Pater, Mitgefül mit denarmen, unschuldigen Bauern zu bekommen, befreite und um-armte sie vor ganzer Gemeinde und warf eigenhändig denstrafbaren Gerichtsstock über den Berg hinab unter demJubel und Gelächter sämmtlicher Bauern.

Als Erkenntlichkeit für diese Mißachtung seiner Justizbegann Herr Ladislaus nun wieder in der Kapelle zuBaumburg zu bauen und ließ unter anderem ein Fenster,welches dem Kreuzgange Licht gab, zumauern und dazu nocheinen ungeheuren Kasten oder Schrank in diesen Gang sezen,so daß die dicken Herren Patres kaum mer vorübergehenkonnten.

Der Probst war kurz angebunden, ließ die Bauarbeitenwieder zerstören und den hinderlichen Kasten hinausschaffen.