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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Betstul und Marderjagd.

Der Probst verklagte ihn wegen Erregung unberech-tigten StaubeS beim Bischöfe zu Salzburg und dieser befaldie Neubauten wieder abreißen zu lassen. Dagegen erlaubteer, daß von nun an die Frauen des Stammes v. Tör-ring ungehindert die Kapelle besuchen durften.

Eine Zeit lang herrschte Waffenstillstand. I. I. 1593fiel eS dem Probste ein, die an die Wände der Kirche ge-malten törring'schen Anen-Wappen einfach überweißnenzu lassen. Ladislaus nannte dies; einen Frevelan seinesStammes stattlichen Wappen", der Probst aber sagte,es seien nurWäpplin" , gleichsam unbedeutendes Zeuggewesen.

Der v. Törring revanchirte sich. Er ließ bald daraufaus der Nachbarkirche zu St. Georgen fünf Betstüle derBauern entfernen und dafür einen einzigen für seine hoheFamilie anbringen. Dieser war aber so groß, daß derGeistliche (besonders wenn er, was bei den armen Kloster-brüdern nicht selten der Fall war, an Wolbeleibtheit krankte)nicht zum Altare gelangen konnte.

Jezt war die Rache wieder an dem Probste. Am3. November 1593 ließ er den neuen hochfreiherrlichen Bet-stul herausnemen und einfach über den Berg hinab-werfen,und hat mich doch," klagt Ladislaus,überhundert Gulden gekostet."

Nun war also die Reie der Gegenseitigkeit wieder andem v. Törring.

Glücklicherweise ergab sich bald etwas hiezu Passendes.

Herr Ladislaus jagte in der Näe von St. Georgen.Ein Marder wird zufällig aufgestöbert und verfolgt.Er flüchtete sich zuerst auf den Freithof und dann in