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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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und seine Schaze.

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Man gelangt durch einen in den Felsen gehauenenGang vom Garten ans hinauf. In dem Gange zeigt maneinen tiefen Brunnen, in welchen (zur Verbesserung desTrinkwassers) Heinz seine Gefangenen werfen ließ. MerereHölen dienten natürlich zum Foltern und anderen Lieblings-beschäftigungen. Die Gemächer des Schlosses selbst enthal-ten mancherlei Antiquitäten und Curiositäten, welche jedochden Beifall des verdienten Urkundenforschers und Geschicht-schreibcrs von Stein, des Herrn geistlichen Rates E.Geiß, nicht gefunden zu haben scheinen, da er sie mit demwegwerfenden Titelunnüzer Kram" beehrt.

Vor Allem das Bild eines Ritters mit mächtigenEberzänen aus den Mundwinkeln hervorkommend. Dieß ist,wie man dem Fremden sagt, das genaue Porträt des wil-den Heinz von Stein.

Sodann sein Schild, welcher zwar ans dem X V. J ar-hundert stammt und auf der Innenseite den Namen: KasparAspacher trägt, was aber natürlich nicht von Belang ist.

Ferner eine zweischläfrige Bettstatt aus dem XVII.Jarhundert, in welcher Heinz von Stein die geraubtenJungfrauen deslorirte u. s. w.

Endlich der Dolch, mit welchem gedachter Heinz er-stochen wurde, wenigstens hätte erstochen werden können.

Uebcrdieß finden sich an den Wänden noch zalreicheProben einer neueren Kunsthand, welche Heinzen als Turnier-Ritter, Entfürer u. s. w. darstellen. Im Ganzen genom-men schadet dieserunnüze Kram" doch nicht viel, dientvielmehr zur Belebung der Räume, und da Niemand ge-nötigt wird, die ihm offerirten Lügen für baare Münze zuhalten, so mögen sie wenigstens den einen Nuzen haben,hie und da einen sanertöpsigen Gast zu erheitern.