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Das Hochschloß ^>te!n
Nun aber zum tragischen Ende!
Einer der Spießgesellen des Mädchenraübers verliebtsich gleichfalls sterblich in die Jungfer, was früer häufigvorkam. Gerürt von iren Bitten und Seufzern beschließter, sie zu heiraten. Um dieß zu bewerkstelligen, bort erden treuen Dolch in seinen Nebenbuler und entfliet mitder Jungfrau.
„Wehe Dir, mein Son!" waren Heinz v. Stein'slezte Worte gewesen.
Der Mörder, den zweifelhaften Sinn dieser Worte inseinem Herzen einstweilen verbergend, läßt gelegentlich einTaufregister zu Baumburg nachschlagen und es findetsich zu seinem Erstaunen, daß er ein unbekannter SonHeinzens sei, und daß er demzufolge seinen Vater er-erstochen habe. —> —
Ueberlassen wir den ungeratenen Son seinen Gewis-sensbissen, die jedenfalls (und wäre es auch in der leztenStunde seines Lebens gewesen!) nicht ausgeblieben, und be-treten wir für einen Augenblick das in seinen Ruinen nochmerkwürdige Hochschloß Stein.
Dicht hinter dem Garten des jezigen, im Tale derTraun gelegenen Schlosses Stein, welches in neuerer Zeiteinem Herrn v. Kraft, Bankier in München gehörte, ge-genwärtig aber im Besiz der Herzogin Amalie von Bra-ganza (Tochter des Herzogs Eugen von Leuchtenbergund Wittwe des Kaisers Don Pedro I. von Brasilien)ist, erhebt sich eine steile Felsenwand, auf deren Höe einnoch ziemlich erhaltenes Ueberbleibsel des alten SchlossesStein, das sogenannte Hochschloß, sich zeigt.