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Die Törringer-Kapelle
Die Nachkommen des Heinz von Törring bildeteneine eigene Linie, welche Stein bis zum Aussterben 1666besaß.
Die TLrringer von Stein hatten ir Erbbegräbnißin e iner eigenen Kapelle am Kreuzgang des Klosters Baum-burg. Diese Törringer-Kapelle bestet noch heutzutage undenthält merere prachtvolle Grabdenkmäler.
Diese Kapelle, welche auf Kosten der Törringer erbautund mit vielen und bedeutenden Meßstiftungen und päpst-lichen Ablässen versehen worden war, gab gegen Ende desXVI. JarhundertS Anlaß zu einem jener unrentablen „aufGegenseitigkeit beruhenden" Prozesse, d. h. solcher, bei de-nen der eine Gegner sich befleißt, den andern zu ärgern unddadurch natürlich dem Andern wieder Ursache und Gelegen-heit zur Vergeltung bietet.
Der gelerte Rat Geiß erzält diesen Prozeß mit vielerUnparteilichkeit und gibt dadurch ein Zeitbild, das wir demLeser nicht vorenthalten dürfen.
Ungehindert hatten die Herren von auf und zu Steindie von irem AnHerrn Oswald dem Törringer 1383 ge-stiftete Kapelle und die Gräber irer Vorfaren im Klosterbesucht, da fiel es plözlich um das Jar 1583 dem ProbsteUrban von Baumburg ein zu entdecken, daß durch denBesuch der törring'schen Familie bei den Gräbern irerAnen die klösterliche Ruhe und Ordnung gestört werde.
Es liegt im Gange der menschlichen Natur und istwol jedem der Leser klar, daß ehe und bevor der Probstdiese geistreiche Entdeckung machte, von welcher die FamilieTörring mit Recht behauptete, sie sei mindestens um200 Jare verspätet, schon andere Unliebsamkeiten voraus-
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