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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Die Sage vom Heinz von Stein.

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Der Ritter Heinzv. Stein hauste mit seinen Spieß-gesellen als ein warer Teufel auf der Burg zu Stein.Die Felsengänge und Holen derselben waren immer mitGefangenen gefüllt, die er überall zusammenschleppte, umunter verschiedenen Titeln und Mitteln ein hohes Lösegeldvon inen zu erpressen. Insbesondere hatte der Wildlingsein Auge auf die w eibliche Nachbarschaft geworfen. DieseLiebhaberei sollte ihn aber das ruchlose Leben kosten.

An der Stelle, an der heutzutage der Markt Trostbergstet, befand sich damals nur ein einziger Hof. Der Maier oderBesizer desselben hatte eine reizend schöne Tochter, die soschön war daß ir Bild den Ritter Heinz nicht mer schla-fen ließ.

Er mußte sie besizen.

Die Liebe ist erfinderisch.

Der Ritter läßt also heimlich unter der Erde einenGang nach dem Maierhof? graben, der nicht nur zufällig,sondern mit mathematischer Genauigkeit gerade unter demSchlafkämmerlein der schönen Maierstochter sein Endefindet.

Eines Nachts erheben sich die Dielen des Bodens,wenn anders die Kammer einen solchen hatte, und es ent-steigt dem Gange: Heinz v. Stein.

Blizschnell hat er die Jungfrau ergriffen und blizschnellverschwindet er mit derselben in der Oeffnung, die süße Lastauf Flügeln der Liebe nach seinem Felsenschloß tragend.(Hier möge der Leser nach Gutdünken noch einiges, jedochvergebliches, Widerstreben, eine Onmacht, wenn dieselbe da-mals schon Mode war, etwas Händeringen und beliebigviele Tränen einfließen lassen.)

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