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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Rapoto und Heinrich.

Da die Grafen v. Plain auch Tengling und Tör-ring in der Näe des Tachen-See's zwischen Salzburgund Tittmoning besaßen, so mögen die v. Törringvielleicht auch eine Linie dieser Grafen, vielleicht aber nurderen Vögte auf den Burgen Törring und Tengling gewe-sen sein. Jedenfalls gingen diese beiden Schlösser früzeitigin iren Besiz über.

In einem der bereits (oben S. 160) angedeutetenHändel zwischen den Grafen von Ortenburg und denGrafen von Bogen i. I. 1192 hatte sich Rapoto vonStein auf Seite der lezteren geschlagen und da deren Geg-ner zufällig Schuzherren des schon genannten KlostersBaumburg waren, so benüzte der edle Ritter die günstigeGelegenheit, seine geistlichen Herren Nachbarn etwas zu tor-mentiren. Er verwüstete die Gegend und überfiel die Leutedes Klosters, brannte dieses selbst ab und schleppte Alles,dessen er habhaft werden konnte, Menschen und Güter insein Schloß Stein. Daß unter ersteren auch Damen (viel-leicht nur Bauernmädchen) gewesen, scheint glaublich unddieser Umstand war besonders erschwerend.

Getreulich trat Heinz v. Törring, als Erbe vonStein in Rapoto's Fußstapfen. Wie aus einer Urkundevom I. 1213 hervorget, hatte auch er die Gewonheit sei-nen Schuz- und Pflegbefolenen die Haut abzuzieen, so daßsie vorzogen, um dieses Schuzgeistes ledig zu werden, Hab'und Gut verlassend, zu entflieen.

Aus der Erinnerung nun, welche Rapoto's und Heinz'sTaten hinterließen, hat das Volk jener Gegend an der Traunund Alz die Sage gebildet, welche unter dem TitelHeinzvon Stein, der Wilde" heutzutage noch gangbar istund etwa so lautet: