Freiherrn-, Grafen-
von Tassis uur besagt, er sei zu Füssen in Tirol ge-boren und stamme aus einer bergamas tischen Adels-familie, daß jedoch des Namens Thurn in dieser wieallen anderen Grabschriften und Geschichten, welche Chifletin seinem Buche mitteilt, keine Erwänung geschiet (mitalleiniger Ausname der am Eingange dieses Artikels er-zälten angeblichen Abstammung der Familie Tassis von denThurn). Ebenso enthält der Wappenschild der Tassis nichtsweiter als den Dachs im untern und den wachsenden Dop-peladler im oberen Felde, der Helm aber trägt ein Jäger-horn vor einem Pfauenbusch und bei dem Oberst Tassisinsbesondere statt des Hornes einen wachsenden, nacktenKnaben mit einem Schwert in der Linken und einem Feld-herrnstab in der Rechten, was wol auf einer königlich spa-nischen Wappenbegnadigung beruhen mag. Von dem Turmmit den Lilien der äsllu Rorre findet sich also gleichfallsim taxis'schen Blasen keine Spur.
Es dürfte aus diesen Tatsachen mindestens soviel her-vorgehen, daß noch Ende des XVI. Jarhunderts die Tassisire Abstammung nicht weiter als auf eine bergamaskerAdelsfamilie zurückfürten, von einer Stammgenossenschaftmit den mailändischen Herren von Thurn aber entwederkeine Notiz hatten oder keine nemen wollten.
Ob Leonard von Taxis (ch 1612) bei Erwerbungdes Reichsfreiherrnstandes oder Lamoral, dessen Son(ch 1624) bei Erhöung in den Reichsgrafenstand Wappen-und Namens-Vermerungen erhalten haben, ist nicht bekannt.Chiflet erwänt davon nichts und in den gewönlichen genea-logischen Werken sind nicht einmal die Jarzalen der Diplomevielweniger deren Inhalt übereinstimmend angegeben. (Als