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Dschereddin-Barbarossa.
Johanniter (und bezieungsweise seit 1539 Malteser) zueinem solchen Erfolge gebracht, daß die Kristenseelen zuWasser und zu Land vor ihm zitterten.
Uiiter anderem hatte er nach dem Tode Muley-Man-sar's, Königs von Tunis (1531) sogleich Gelegenheitergriffen, sich in die inneren Verhältnisse dieses Reiches inder Berberei zu mischen. Unter dem Scheine der Freund-schaft und der Gerechtigkeitsliebe für den einen der beidenhinterlassenen Söne des Königs, Muley-Rasir, bemäch-tigte er sich der Stadt und bald auch des KönigreichesTunis.
Der andere der Söne, Muley-Hassan, ein durchWollust und Sinnlichkeit verächtlich gewordener Prinz, be-wies jezt so viel Patriotismus, daß er unter den TuuesenAnhang gewann, und bei sich beschloß, dem Barbarossadas väterliche Erbe wieder abzunötigen.
Geschickt wußte er das Interesse Kaiser Karl V. indas seinige zu verflechten. Jenem schmeichelte er mit demVerdienste, das er sich um die Befreiung der gefangenenKristensklaven erwerben würde, wenn er den GewalthaberBarbarossa verjagen und ihm selbst, dem Hasfan, aufden Tron verhelfen wollte. Als römischer Kaiser wie alsKönig von Spanien flllte sich Karl zu tätiger Hilfe ver-pflichtet und die gesammte Klerisei predigte damals für einenZug gegen den unglaübigen Seeraüber, der doch kurz zuvordem Papste Klemens VII. nach Rom unter anderen wolangebrachten Geschenken auch einen gezämten prachtvollenLöwen überschickt hatte.
„Die Gerechtigkeit der Sache des Muley-Hassan(sagt Chiflet) und die Gelegenheit, dem Treiben des Barba-rossa gegen die Kristen Einhalt zu tun, erschien dem aller-