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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Damen-Friede.

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Da meine Schwester nicht zu Abend speisen wollte,lies; ich mich auch bei dem Bischof entschuldigen. MeineDamen kamen nun, um mir die ganze Geschichte zu erzälen,und ich sa wol, daß wir die klügsten sein müßten, wenndas Publikum nicht etwas zu schwitzen bekommen sollte.Ich befal also inen allen, die Sache beruhen zu lassen undauch in Zukunft den Ansbacher Damen alle Höflichkeit zubezeigen, denn ich wußte ser gut, daß der Tadel über alledie Klatschereien, die sie veranlaßt hatten, auf sie zurückfallenmüßte. Darin irrte ich mich denn auch nicht, denn derganze Hof war den andern Tag von dem Borgang unter-richtet und man sagte sich in's Or, die anspacher FrauGeheimrätinen hätten den Wein gut gefundenund ein Bischen mer getrunken, als inen gebürte. DerMarkgraf von Anspach selbst war über die Unverschämt-heiten, die man über mich gesagt hatte, ser zornig und ließsie iren Urhebern recht derb verweisen.

Zwei Tage darauf reisten wir endlich nach Er-langen zurück."

Wenn es war ist, daß der Mensch schreibt, wie er ist,oder umgekert, daß der Karakter eines Menschen sich ausseinem Stile erkennen lasse eine Behauptung, die dochnicht in allen Fällen und insbesondere nicht bei schulge-rechten Schriftstellern zutreffen möchte so könnten wir denpersönlichenKarakter unseres Friedrich Karl nicht kürzerund besser illustriren, als durch nachfolgenden vertraulichenBrief, den er cici. Würzburg 15. Sept. 1745 an seineJugendfreundin am wiener Hofe, die Gräfin v. Fuchs,Oberhofmeisterin der Kaiserin Maria Theresia, schrieb.Jedenfalls sehen wir hier den Menschen Schönborn, im