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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Damen-Krieg.

zu sagen. Ich tat aber immer, als verstünde ich sie nicht,und behandelte das alles als unter meiner Würde.

Nach der Tafel folgte mir meine Schwester in einKabinet, wo wir den Kaffee tranken; hier sagte ich ir, daßich wol warnäme, daß sie ungehalten über mich sei, sie da-her bitte, mir zu sagen, was ir fele, denn habe ich dasUnglück gehabt, sie zu beleidigen, so sei ich zu aller mög-lichen Genugtuung bereit. Sie antwortete mir ser kalt,daß sie nichts gegen mich habe, sie sei krank und könnenicht guter Laune sein; zugleich stüzte sie sich auf einen Tischund verfiel in Nachdenken. Ich sezte mich ir gegenüber undtat ebenso.

Der Bischof befreite mich von diesem stummen Gespräch;er fürte mich in meine Kutsche zurück, die ich wieder mitmeiner Hofmcisterin bestieg. Ich bin in Verzweiflung, sagtediese zu mir, an dem anspacher Hofe ist der Teufel los.Man hat meine Schwester und die Marwitz auf eineschreckliche Art beleidigt, Frau von Zoch har ir tausendUnverschämtheiten gesagt, ich habe sie noch zur rechten Zeitaus einander gebracht, sonst wären sie sich, glaube ich, indie Haare gekommen. Sie haben öffentlich gesagt, Ihrekönigliche Hoheit habe dem Kutscher der Markgräfin vonAnspach so schnell zu faren befolen, damit sie sich ein vor-zeitiges Kindbett zuziee und beklagen diese arme Prinzessin,weil sie von den Stößen des Wagens ganz zerquetscht sei.

Bei Anhörung dieser schönen Neuigkeiten ward ichganz wütend. Ich wollte über die gegen mich vorgebrachteVerlaümdung Genugtuung haben; allein meine Hofmeisterinmachte mir so viele Vorstellungen, daß ich endlich einwilligte,zu tun, als wenn ick sie nicht wüßte.

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