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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Merkwürdigkeiten,

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Man fürte mich unmittelbar in die Kirche, wo diePriester ire Reliquien ausgekramt hatten; ein Stück desKreuzes in einer goldenen Kapsel, zwei der Krüge, die beider Hochzeit in Kanaan gedient hatten; Knochen der Jung-frau, ein kleiner Fezen von Josef's Rocke, die HirnschädelKaiser Heinrich's und der Kaiserin Kunigunde, der Patronevon Bamberg und Gründer des Capitels. Die Zäne derKaiserin schienen irer Länge nach Ebershauer zu sein.

Ich war so erfroren, daß ich nicht gehen konnte, stiegwieder in die Kutsche und begab mich in's Schloß. Manfürte mich in das für mich bestimmte Zimmer, wo ichSchmerzen im Leib und in allen Gliedern bekam. MeineDamen kleideten mich aus und rieben mich so lange, biswieder ein bischen Gefül in mich zurückkerte.

Sobald meine Schwester angekommen war, ließ ichmich nach ireni Befinden erkundigen und mich entschuldigen,daß ich meiner Gesundheit wegen nicht zu ir kommen könnte.Sie ließ mir antworten: da sie ser ermüdet wäre, wolltesich auf's Bett legen, um zu schlafen zu suchen, und bätemich daher, nicht zu ir zu kommen. Verschiedenemale, da ichzu ir schickte, ließ man mir immer sagen, sie rute. Dankder vielen angewendeten Sorgfalt befand ich mich ein wenigbesser, und da mir die Zeit ser lang wurde, fing ich an,Toccadille zu spielen.

Die Prinzen kamen erst um sechs Ur: sie speisten aneiner besonderen Tafel, indeß die unsere in meinem Zimmergedeckt ward. Wie meine Schwester kam, sa sie ser unge-halten aus, ir ganzer Hofstaat, besonders die Damen,,schmollten und legten sich recht darauf unverbindliche Dinge