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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Abend-Konzerte.

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mit dem Bischof auf die Jagd ging, von der sie erst Abendsum fünf Ur nach Hause kamen. Da ich den ganzen Tagmit meiner Schwester, die mit mir schmollte, allein zubrachte,ward mir die Zeit recht lang. Wenn die Prinzen zurück-gekommen waren, versammelte man sich in dem Saal, umdem, was man eine Serenade nannte, beizuwonen. Soeine Serenade ist ein Auszug aus einer Oper. Die Musikwar abscheulich! fünf oder sechs Kazen und eben so vieledeutsche Schreihälse schunden uns vier Stunden lang dieOren, indeß man mit den Zänen klapperte vor ungeheurerKälte. Darauf ging man zur Tafel und erst am Morgenum drei Ur, müde wie ein Hund, weil man den ganzenTag nichts getan hatte, zu Bette.

Man schlug uns eine neue Lustpartie vor, die rechtnach dem Geistlichen schmeckte. Wir sollten in Bambergzu Mittag speisen und dort die Kirchen und Reliquien be-sehen. Ich ließ meiner Schwester sagen, wenn sie dahinginge, wäre ich auch dabei, lente sie aber den Vorschlag ab,so würde ich ir zur Gesellschaft gerne üuch zu Hause blei-ben. Sie ließ mir antworten, daß sie recht gerne nackBamberg ginge, ich sollte also den Vorschlag nur annemen.Da die Jagd auf der Seite hin war, sollten die Prinzenzum Mittagessen dahin kommen. Um sieben Ur in derFrüe weckte man mich, um mir zu sagen, ich möchte michankleiden und abreisen, Bamberg sei gute vier Stundenvon hier entfernt, und da die Jagd nicht lange dauernsollte, würde ich kaum Zeit haben, etwas zu sehen, wennich mich nicht bald auf den Weg machte. Murrend stiegich aus dem Bett; ich war krank, die Kälte und dieErmüdung störten gar leicht meine übel befestigte Ge-sundheit.