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Beschreibung von Pommersfclden.
Pommers selben ist ein großes Gebaüde, dessenHauptgebaüve von den Flügeln getrennt ist; dieses ist vier-eckig und wenn man es von weitem stet, so scheint es eineSteinmasse. Die Außenseite ist voll Feler, sobald man aberden Hof betritt, verändert sich der ganze Begriff, den mansich davon gemacht hatte, man nimmt ein Ansehen vonGröße war, das man vorher nicht beobachtete; man steigteine Vortreppe von fünf oder sechs Stufen hinauf, um inein niedergedrücktes, schmales Portal einzutreten, von demdas Gebaüde ser entstellt wird, nun erscheint eine prächtigeTreppe, von der man die ganze Höhe des Palastes war-nimmt, denn ir Gewölbe, das nirgends unterstüzt wird,scheint auf eigenem Gleichgewicht zu beruhen. Die Deckeist auf Kalk gemalt, die Geländer von weißem Marmormit Statuen geziert. Auf dieser Treppe gelangt man ineine große Vorhalle mit Marmor gepflastert, die in einenmit Vergoldung und Gemälden verzierten Saal fürt. Hierfindet man Werke der ersten Meister, von Rubens, GuidoReni, Paolo Veronese, allein die ganze Auszierung gefälltmir doch nicht; der Saal siet mer wie eine Kapelle aus,man gewart nicht die edle Architektur, welche Geschmack mitPracht verbindet; dieser Saal fürt in zwei Zimmerreihen,die alle mit Gemälden verziert sind. Eines dieser Zimmerenthält eine Tapete von Leder, auf die man ser viel hält,weil sie von Raphael gemalt ist. Die Gemälde-Gallerie istdas Schönste; Liebhaber der Malerei können iren Geschmackhier befriedigen; da ich sie ser liebe, brachte ich ein paarStunden damit zu, die Gemälde zu betrachten.
Diesen Tag und den folgenden speiste ich mit meinerSchwester, unfern Hofmeisterinen und zwei Geheimrats-frauen aus Anspach allein, weil der Markcaf alle Tage