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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Des Königs Töchterlein.

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ser hoch aufncmen, er wird beleidigt sein und sein Unter-nemen nicht aufgeben, wollen Sie dann auf der Sache be-stehen, so wird es eine Neichsangelegenheit. Ich lachte lautauf. Eine R e ich s angelegenheit! desto besser, damit habendie Damen nie zu thun gehabt; das ist etwas Neues. DerMarkgraf sah ihn mitleidig an und zuckte die Schultern.Das mag nun aber sein, wie es will, fügte ich hinzu, sobitte ich Sie, den Bischof wissen zu lassen, ich hätte soviel Achtung für ihn, daß es mir leid tun würde, ihn zubeleidigen, er hätte sollen bessere Maßregeln »einen, um alleSchwierigkeiten zu vermeiden; da er am wiener Hofe erzogensei, würde er die Vorrechte der K ö n ig s tö chter kennen, ichmachte mir zwar eine Ehre daraus, mit dem Markgrafenvermalt zu sein, wäre aber gesonnen, auch nicht den klein-sten Teil dessen, was mir gebürt, zu verlieren. Herr vonBoit machte noch viele Einwendungen, allein der Markgrafsagte, er möchte sich beeilen, es sei spät und nothwendig, dieSache bald in's Reine zu bringen.

Herr von Voit sprach also in meinem Namen mit desBischofs Oberstallmeister, dem Baron von Rothenhahn,man stritt hin und her und endlich ward beschlossen, daßdie Gräfinen gleich nach dem Empfang meiner Schwester ab-reisen sollten. Kaum war man darüber im Reinen, solangte der anspachische Hof an. Ich schickte sogleich zumeiner Schwester und ließ ir sagen, daß ich mich zu ir be-geben würde, sobald sie allein sei. Ich war gar nicht ver-bunden, ir den ersten Besuch zu machen; mein Erstge-burtsrecht gab mir den Vorrang über alle meine Schwesternund der Markgraf von Baireut hatte ihn über den vonAnspach, so hatte ich also doppelte Ansprüche; da wir aberaus einem Blut sind, habe ich meine Vorrechte nie geltend

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