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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Schreckliches Ereizniß.

men, als die zwei Gräfinen eintraten. Zu meinem Er-staunen vermißte ich meine Hofmeistcrin, ließ mir aber nichtsmerken, sondern, weil meine Kleidung ser in Unordnung ge-kommen war, nam ich diesen Vorwand, mich einen Augen-blick wegzubegeben, woraus dann der Bischof und seineDamen auch fortgingen.

Sobald ich allein war, ließ ich meine Damen rufenund fragte meine Hofmeisterin, warum sie mir nicht nachge-folgt sei? „Weil ich mich keiner Beschimpfung aussezenwollte", antwortete sie, „diese Gräfinen haben mir begegnet,wie einem Hund und haben kein Wort mit mir gesprochen,sie sind, one sich umzuwenden, vor mir vorbei gegangen,und one einen der Herren vom Hofe, den ich nicht kenne,hätte ich Ire Zimmer nicht gefunden." „Es ist mir rechtlieb, daß ich das weiß, sagte ich, der Markgraf hat mirversprochen, auf meine Vorrechte zu halten, ich binser wol unterrichtet, daß meine Hofmeistern! höchstens denregierenden Reichsgräfinen den Vorrang lassen soll, und dassind sie nicht und können es sich in keiner Rücksicht anmaßen."

Der Markgraf sagte, ich möchte mit Voit darüberreden, der als mein Oberkammerherr seines Amtes wegenin meinem Namen sprechen, und Vorstellungen darübermachen müsse. Ich ließ ihn also holen und sezte ihm meineAbsichten auseinander; allein Herr von Voit war dergrößte Poltron auf Erden, immer voll Schrecken und Be-denklichkeiten. Er machte ein ellenlanges Gesicht. IhreKönigliche Hoheit, sagte er, begreifen die Wichtigkeit desAuftrages nicht, den sie mir geben; man ist hier versam-melt, um die Einigkeit der verschiedenen Mitglieder desfränkischen Kreises zu befördern, ist das eine Zeit, um Streitmit den Leuten zu suchen? Der Bischof wird diese Sache