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Ire Liebden und Ire Gnaden.
nieinschaftlich zu einer besseren Einigkeit des Kreises zuverbinden.
Herr von Bremer, der ehemalige Hofmeister desMarkgrafen von Ansbach, war in Baireut, ich trug ihmeinen Gruß an meine Schwester auf und ließ ir sagen, ichsei benachrichtigt, daß der Bischof ungeheuer stolz sei,er würde über die Titel, die wir ihm geben sollten, lächer-liche Ansprüche machen, und ich sähe voraus, daß es Händelgeben würde; da wir nun aber Schwestern wären undgleiche Vorrechte und gleiches Etiquette hätten, wäre ich ge-sonnen, mich mit ir zu verabreden und bäte sie daher, michire Absicht wissen zu lassen; alle Welt würde die Augenauf uns richten, und ich wäre der Meinung, von allem,was uns zukäme, auch nicht ein Haar breit aufzugeben.Herr von Bremer gab meinem Vorhaben seinen ganzenBeifall. Wir gaben den Titel „Ir Liebden" nur den Bi-schöfen und neuen Reichsfürsten; dieser Titel bedeutet nichtso viel wie „Hoheit" nnd läßt sich unmöglich in's Franzö-sische übersezen. Der Bischof machte an einen erenvollerenTitel Anspruch; er wollte „Ire Gnaden" genannt sein,sonst wollte er uns die königliche Hoheit nicht geben. DasAlles ward mir unter der Hand gesagt, ich hätte es wolkönnen zur Erklärung bringen, allein man riet es mir abund versicherte mich, er würde schon von selbst in seineSchranken zurücktreten.
Herr von Bremer ging nach Ansbach und brachtemir eine ser günstige Antwort von meiner Schwester; siewürde sich, ließ sie mir sagen, ganz nach mir richten undwäre mit Allem, was ick ir durch Bremer hatte sagen las-sen vollkommen zufrieden. Ich habe meine Vorrechte als