Königliche Hoheit mit Armsessel.
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Kummer bereitete, indem sie unter keiner Bedingung „Durch-laucht", wie der Markgraf, ir Gemal, sondern „königlicheHoheit" titulirt werden wollte. Die Angst, der Schrecken,der Abscheu vor der Möglichkeit, dieß wichtige Standesprä-dikat möchte von einer anderll Standesperson vergessen odermißachtet werden, bewirkte, daß die Markgräfin vor jedemEtiguettebesuche förmliche Kapitulationen über das ir zu ge-bende „königliche Hoheit" nebst „Armsessel" abschloß. —
Doch der Leser urteile selbst. Es genüge noch anzu-füren, daß der Besuch in P om m e r s f elden in den MonatNovember des Jares 1735 fiel. Der alte Markgraf Frie-drich Karl, sein Vater, war nemlich am 17. Mai zuvorgestorben und der junge hatte vor, sich nach der Rückkervon der ländlichen Trauer huldigen zu lassen und dieselbeauch, da gegenseitiger Erbvertrag die beiden FürstentümerBaireut und Ansbach verband, in lezterer Stadt anzu-nemen. Als man sich zur Reise nach Ansbach rüstete, er-folgte die Einladung des Bischofs von Würz bürg undBamberg, welche den hier geschilderten Besuch des mark-gräflichen Hofes bei diesem zur Folge hatte. Endlich seinoch bemerkt, daß die Memoiren der Markgräfin von irselbst in französischer Sprache abgefaßt wurden.
„Der Markgraf hatte sich noch nicht huldigen lassen;diese Ceremonie hatte also bei unserer Rückker nach Baireutstatt und sollte gleicher Gestalt auch in Erlangen vor sichgehen. Der Bischof von Bamberg und Würzburg,der sich damals auf seinem prächtigen Landhause Pommers-felden befand, das nur vier Meilen von Erlangen gelegenist, hatte uns, sowie den Markgrafen und die Markgräfinvon Ansbach dahin eingeladen, um uns mit einander ge-