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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Fürst Schnippali.

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born: Philipp Franz, 1719 — 21 Bischof zu Würz-bnrg, der Erbauer des im Zopfstile prächtigen Schlosses da-selbst, Damian Hugo, 1719 —13 Cardinalbischof zuSpei er und seit 1737 auch Bischof zu Constanz, undFriedrich Carl, 1729 — 46 Bischof zu Bamberg undWürzburg.

Unter diesen drei Brüdern war der lcztgenannte derbedeutendere.

Von Jugend auf am Hofe zu Wien, wo er denSpiznamen Schnippali fürte, behielt er für diesen auchzeitlebens die größte Anhänglichkeit und förderte die Inter-essen des Hauses Habsburg in gleichem Maße, als erdenen des Hauses Wittelsbach entgegenarbeitete. Erwar liebenswürdig im Umgang, aber hochgnädig gegen Un-tergebene und insbesondere spielte er den Souverain gegen-über seinen Domkapiteln in Würzburg und Bamberg. Erhielt einen zalreichen Hofstaat mit Aemtern und Kammer-herren, Pagen u. f. w., ebenso ausser einer Armee vonIVO Grenadieren und 50 Husaren — jede Waffengattungnatürlich unter irem eigenen General — noch eine Leibwachezu Fuß, genannt Schweizer und eine zu Pferd, genanntreitende Trabanten. Die lezteren hatten auffallenderweiscden Dienst bei Tafel die Speisen aufzutragen und die Wacheim Vorzimmer, wärend die Fußgarde auf den Trep-pen und im Hofe Wacht hielt.

Unterm 1. Februar 1730 erließ Fürstbischof FriedrichKarl eine neue Pagen-Ordnung, welche von vielemadelichen Sinn zeugt und uns zugleich Nachricht gibt, wasman für einen jungen Edelmann damals als wissenswertund notwendig erachtete.