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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Frau; Georg von Schönborn,

Als solcher galt er für aufgeklärt und wird ihm haupt-fächlich das Aufhören des bisher fleißig im Erzbistum prak-tizirten Hexenverbreunens und der sittenverderbendenMassen-Wallfarten nach Rom und St. Jakob zu Compo-stella in Spanien zugeschrieben (Bodmanu, rh. Alterth.),sowie ihm auch die Aufname und Unterstüzung des Philo-sophen Leibnitz, den er in Nürnberg hatte kennen lernen,nur zur Ere gereichte. Blau hat ihm als Regeuten denBeinamen „der Weise" gegeben, womit er allerdings zu-frieden sein konnte. Johann Philipp starb 1673 zuWürzburg, wo er auch im Dome begraben liegt.

Zweiundzwanzig Jare später folgte ihm auf dem Kur-stule Mainz sein Neffe Lothar Franz v. Schönborn,der harte Kriegszeitcn durchlebte. Sein bedeutendstes Werk,das Lustschloß Favorite bei Mainz hat die Herrschaft derfranzösischen Onehosen nicht überlebt. Der Kurfürst LotharFranz (welcher auch zugleich Bischof v. Bamberg gewesen,und als solcher das unweit Bamberg gelegene SchloßPommersfeld eu 1707-—1711 erbaute und darin denAnfang zu der berümten Bildersammlung legte, deren Ver-steigerung durch die Familie Schönborn in neuester Zeitwiederholt ausgeschrieben wurde) war 1729 gestorben, indemselben Jare, in welchem sein Neffe Franz Georg,Großneffe des Johann Philipp, zum Kurfürsten von Triererwält worden.

Nach der Schilderung eines Zeitgenossen, der ihm zu-gleich als Hofbediensteter nahe stand, war Kurfürst FranzGeorg ein großer Autokrat oder Selbstherrscher, der esnicht ertrug, daß ihm von einem Minister u. dgl. dabei ge-holfen werde. Nur der auch in der Literatur bekannte