zalt sechs Reichsfürsten.
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finen gewann, dann in den mittleren Ast: Schönborn-Buch-heim, der in Wien und den jüngsten Ast, der in Pragseinen Wonsiz aufgeschlagen hat.
Das Stammwappcn der v. Schönborn zeigt in Rotdrei silberne Spizen nebeneinander, über die ein goldenerLöwe weg schreitet.
Der Name ist, wie schon oben angedeutet, durch geist-liche Würdenträger, unter denen drei es sogar zur bedeuten-den Stellung eines Kurfürsten des hl. röm. Reichsbrachten, illustrirt worden.
Es waren der Groß-Oheim, Oheim und vier leiblicheBrüder, welche in deni Zeitraum von kaum mer als einemJarhundert (1642—1756) auf den Kurfürsten-Stülen zuMainz und Trier und auf den Bischofs-Stlllen zu Bam-berg, Konstanz, Speier und Würzburg fassen.
Als der erste und zugleich bedeutendste darunter wirdJohann Philipp (geb. 1605, alias 1603) gerümt, wel-cher 1642 zum Bischof zu Würzburg, 1647 aber zum Erz-bischof und Kurfürsten zu Mainz gewält wurde. EineAnekdote erzält, daß er als Knabe gleich große Liebhabereiim Spiel gezeigt habe für Messelesen und Prozessionen wiefür Trommeln und Soldatenspielen und daß er, einmal ge-fratg, was er denn werden wolle? erwidert habe: Kaiseroder Papst und wenu's nicht anders sein kann, mindestensein General oder ein Bischof! — So nahe liegen sich oftbeide Extreme. Als Jüngling diente er auch wirklich einJar im kaiserlichen Heere zur Zeit des ZOjärigen Krieges,ging aber dann nach Würzburg, wo er 1624 Domherrund 1642 in einem Alter von noch nicht 40 Jarcn Bischofwurde. Durch bayerische Hilfe gelangte er fünf Jare späterzur kurerzbischöflichcn Würde in Mainz.