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Das Haus Schimborn
30) Graf von Schönborn-Wicsenthcid, Erlaucht.Das Stammhaus dieses uradeligen rheinischen Geschlechteslag im jezigen nassau'schen Amte Dietz. Eucharius vonSchönborn soll i. I. 1160 zuerst Urkunden. Hundert Jarespater findet man die v. Sch. sicher unter den Vasallender Grafen v. Nassau, in welchem Lande die Familie nochheutzutage das Schloß ReichartAhausen und die wegenires Weines berümten Berge am Markebrunen besiztund seit 13S1 auch zu den erblichen Mitgliedern derI. Kammer des Herzogtums zält. In Franken erwarbensie um 1650 (?) die Herrschaft Reichelsberg, dann1663 und 1697 den Reichsfreiherrnstand, 1701 aber zu-gleich mit der durch Erbheirat gewonnenen Herrschaft Wie-sen theid den Neichsgrafenstand und dadurch die Eiufürungin das fränkische Grafenkollegium.
Die bedeutende Protektion einiger Glieder dieses Ge-schlechtes, deren Stellung als Kurfürsten und Bischöfe, so-wie das zufällige Aussterben mererer reichen Geschlechter,wie der v. Hatzfeld-Gleichen, v. Puchheim, v. Wolfs-thal u, s. w., verhalf den v. Schönborn nach und nachzu großen Gütern, Würden und Erbämtern in Deutschland,Oesterreich, Böhmen und Ungarn, und so besaßen sie u. A.das Erbtruchsessenamt des Fürstentums Würzburg und be-fizen noch das Obersterblaudtruchsessen-Amt in Ob der Ens:c.Sie teilen sich in drei Aeste, den älteren zu Wies entHeid(Markt mit 1300 Einwonern und Schloß in Unterfranken,Gerichts gleichen Namens), welcher seit 1819 reichsrätlich inBayern und dessen Haupt und dritter Reichsrat in derReie gegenwärtig Graf Klemens v. Sch. (geb. 1810)ist, welcher aus seiner Ehe mit einer Gräsin Batthyanynebst einem Erbgrafen noch 3 gewönliche Grafen und 3 Grä-