Wilhelm schlägt aus der Art.
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Ein anderer frommer Herr dieses Geschlechtes, Morizv. S., hat es bis zum Fürstbischof von Frei sing ge-bracht, welches Bistum überhaupt durch merere Jarhundertefast ausschließlich vom kleineren altbayerischen Ades innege-habt wurde, wie die Fürstbischöfe aus den Geschlechtern derTannberg, Lösch, Seiboltsdorf, Ecker, Send-linger, Tulbeck u. s. w. zeigen.
Bischof Moriz v. Sandizell war 1559 erwält, 1560zu Rom konfirmirt, trat 1566 freiwillig zurück und starbein halb Jar später am 29. Februar 1567. (Oisssrtutwllistor. cis antiezu. outirscir. IrisinFsnsis).
Ein rechtes Gegenstück zu diesen und andern frommenSandizellern bildet der küne und spöttliche Wilhelm v.Sandizell, in welchem wir das Spiegelbild eines Raufboldesund Landsknechtes „aus der besten Zeit", wie die Kunstkennerzu sagen Pflegen, erblicken.
Wilhelm war der Son Heinrich' s v. Sandizell undder Felizitas Höchste tterin. Geboren um 1480, warder vom Vater knabenweise an den Hof Kaiser Maximi-lians I. geschickt, um dort seine ritterliche Ausbildung zuerhalten. Er blieb aber nicht länger als ein paar Jare,kam dann nach Dresden an den sächsischen und schlllßlichnach München an den bayerischen Hof. Sein Vater warinzwischen von der Mutter, mit der er übel gehaust hatte,geschieden worden und hatte sich an eine Mäze gehängt, mitder er einen Bastard, Namens Hans, erzeugte, welcher nachder Hand fürstlich bayerischer Rat und ein ser geschickterund beredter Mann geworden ist, aber mit den übrigenSandizellern, die ihn und seine Kinder nicht anerkennen woll-ten, in argen Hader geriet. —