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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Sandizell, die frommen.

Die von Sandizell heißen in alten lateinischenBriefen eis LancliAsiiokIIa und kommen zuerst mit Xrnol-sius sie 8. um d. I. 1185 vor (Urkundenbuch d. KlostersJnderstorf S. 14 N. 21). Sie sind eines unserer wenigennoch übrig gebliebenen echten bayerischen Turnier-Geschlechterund füren ir altes und einfaches Stammwappen: in Goldeinen schwarzen Büffelskopf, bis zum heutigen Tage. DasGeschlecht rut gegenwärtig auf zwei Augen, denen desReichsrates Graf Max (geb. 1816), welcher sich 1864 miteiner Prinzessin von Taxis vermalte. —

Das Stammhaus S. liegt bei Schrobenhausen und imlezteren Gerichte auch das schon genannte Edelzhausen,von dem sich schon früzeitig eine Linie der Sandizeller schreibt.Ir Erbbegräbniß hatten sie im Kloster Scheiern, wo ineiner besonderen Kapelle ein einfacher Stein am Boden liegtmit der Inschrift:

Hie tigen die von Sandizell.

Wolfgang v. Sandizell war ein frommer Mönch desOrdens der heil. Brigitta, dessen Eifer es gelungen ist, inein und demselben Hause, unter ein und demselben DacheNonnen und Mönche dieses Ordens — natürlich streng ge-trennt und doch eng verbunden! — zu vereinen, nemlich zuAltomünster unweit Aichach i. I. des Herrn 1497. (Ob.Arch. XX.) Aus der Bibliothek dieses Klosters gelangten,nach dessen Aufhebung 1803, zwei Evangelienbücher in dieSchazkammer der kgl. Staatsbibliothek in München, welcheden Besuchern noch heutzutage als Ware Prachtstücke derSchreibekunst des XII. Jarhunderts sowol, als der Buch-binderkunst des XV. Jarhunderts gezeigt werden. Siewaren ein Geschenk der frommen und reichen Familiev. Sandizell.