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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Mar V. von Preising.

1462 von den wiener Bürgern auszuhalten hatte, so getreuals tapfer beigestanden war.

Grafendiplome kamen zu verschiedenen Zeiten an dieverschiedenen Linien, 1645 an die v. Moos, 1664 an diev. Hohenaschau und 1766 an die v. Lichtenegg.

Zur Linie Hohenaschau gehörte der am 8. Juli1827 in einem Alter von nahezu 92 Jaren verstorbeneMax V. v. Preising, welcher als ein vortrefflicherGuts- und Schuzherr seiner Bauern, als „einer derachtungswürdigsten Repräsentanten des altenbayerischen Adels" gerümt wird, ganz das Gegenteileines seiner AnHerrn Kristof v. P., welcher als ein großerBauernschinder es zulezt dahin brachte, daß ihn seine ei-genen Untertanen, als er nunc, 1512 an Jakobi aus derKirche trat, vor der Kirchentüre todt schlugen. Man darfannemen, daß er viel, ser viel gefrevelt haben mußte, biser die damals noch die ärgste Bedrückung gewonten „armenLeute" zu einem solchen verzweifelten Schritte gebracht habenkonnte. —

Was die Verdienste des guten Grafen Max V. inseiner Eigenschaft als Staatsmann jedoch betrifft, so dürftensich selbe durch die bekannte Anekdote karakterisiren, daßSeine Exccllenz bei den Sizungen des Staatsrates regel-mäßig einzuschlafen geruten und regelmäßig zur Stimmab-gabe geweckt werden mußten. Man war natürlich genötigt,dem Grafen das Vorgetragene nochmals kurz zu rekapitu-liren, worauf er dann jedesmal zu fragen pflegte: „Get dasm eine H osmark Aschau a uch an?"— Wurde die Fragebejat, wie dieses bei allgemeinen Gcsezes-Entwürfen nichtwol anders sein konnte, dann votirte der Graf rasch ent-schlossen mit Nein! Wollte man aber seine Gründe für