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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Ein Vogel one Nest.

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Ordensritter, Kämmerer und Major ä, 1. s. Graf Ma-ximilian, geb. 1819, welcher bis jezt aus zwei Ehen6 Kinder, darunter 3 Söne gewonnen hat. Das Stamm-haus Preising, Brisingen oder aä iCrisiiiArs, später Alten-Preising und zulezt Krön Winkel (auch Chrawinkel) ge-nannt, bei Moosburg an der Isar gelegen, ist noch im Besizdieser Linie. Das Stammwappen des Geschlechtes hat inRot eine silberne Mauer mit zwei Zinnen und auf dem Helmzwei Hörner, ein weißes und ein schwarzes. Eine vor vier-hundert Jaren bereits abgestorbene Linie der Preisinger be-saß die Herrschaft Wolnzach mit dem gleichnamigen Marktein der Hallertau. Diese fürte als Beizeichen auf dem Helmeinen gekrönten Sittich oder Papagei zwischen den Hörnern.Als sie abgegangen, zog der Herzog Georg von Niederbayerndie Herrschaft Wolnzach mit Gewalt ein; die andern Prei-sing appellirten dagegen an den Kaiser, der inen seinenSchuz und Gnade versprach und einstweilen als Pfand undZeichen derselben den Sittich, wie ihn die wolnzacher Prei-sing gefürt hatten, auf den Helm verlie. Hievon waren aberdie andern Namens- und Stammeserben wenig erbaut: siemachten auch fast hundert Jare lang von dem kaiserlichenPapagei keinen Gebrauch, wie denn eines Tages einer denHanns v. Preising, fürstlichen Rat zu Landshut, bei einemGastmal darum beredet, warum er und seine Vettern denSittich nicht fürten? darauf ihm der v. Preising geant-wortet: „Haben wir das Nest (d. h. Wolnzach) nit, brau-chen wir den Vogel auch nit." —

Die Preising sind 1465 von Kaiser Friedrich III.in den Neichs-Herrnstand erhoben worden wegen der beson-deren Verdienste eines Hanns o. Preising, der ihm, demKaiser, bei der Belagerung, die er in seiner Burg zu Wien

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